Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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hominis, der hebräisch und arabisch konnte, ins Lateinische übersetzt und erlangte nun eine außerordentlich große Verbreitung. Allein in den Prager Bibliotheken befinden sich 12 lateinische Handschriften dieses Briefes. Die von Symon benutzte Stelle findet sich — allerdings mit einer kleinen Differenz in der Zahl — im 7. Kapitel des Briefes (Hs. der Prager Univ. Bibl. I D 15 fol. 150 s): „Von dem Wiederaufbau des Tempels waren es 62 Wochen , das sind 4&4 Jahre (!), dann wurde Jesus getötet von unseren Vätern. Und danach kam der Führer, nämlich Titus und das römische Volk und taten uns nach dieser Prophezeiung** (vgl. Daniel 9, 26). In Anbetracht des Zustandes der Hss., bei denen von vier verglichenen Hss. nur eine richtig 62 Wochen schreibt. ist Symons Abweichung (409 statt 434) nicht von Bedeutung. Die lateinische Übersetzung diente wiederum als Vorlage zu Übersetzungen ins Spanische, Italienische. Französische, Deutsche — auch die Prager Univ. Bibl. besitzt eine deutsche Übersetzung des Briefes in der Hs. I C 40 fol. 161 r— 177v — und auch ins Tschechische. Die Bibliothek des böhmischen Xational- Museums besitzt ein sehr schön geschriebenes Ms. (IV H 19) aus dem Anfang des XV. Jahrhunderts, das lediglich die tschechische Übersetzung unseres Briefes enthält. Das Interesse für diese Schrift war bis ins XVIII. Jahrhundert lebendig. Das beweisen zahlreiche deutsche (vgl. Wackernagel. Literaturgeschichte I, 423, Anm. 14) und auch sechs tschechische Drucke (vgl. Jireeek, Rukov£f k dejinam literaturv ceske II. 251). 45 fol. 231v. 4« fol. 233 r. 47 s. S. 10. 48 Der zuerst von Bartos a. a. O., dann von Blaschka a. a. O. besprochene Excurs findet sich in den Hss. III G 8 fol. 171v~173v und V G 15 fol. 52r-54r der Prager Univ. Bibl. und nach Bartoss Angabe in der Wiener Hofbibl. Nr. 4520 I 205. Da der Inhalt dieser wichtigen Schrift noch nicht zusammenhangend und vollständig dargestellt wurde, sondern in der angeführten Literatur der knappen Darstellung wegen nur gestreift werden konnte, möge dies hier geschehen. 49 Hier benutzt Jacobeil den von Papst Innozenz III. im Jahre 1215 geprägten und dann sehr häufig verwandten Satz. Für die Prager Synode 1348 und für König Wenzel, der diesen Satz als Begründung für die verfugte Befreiung des Adels von Judenschulden anführt, ist er bereits ein „allgemein übliches Sprichwort". Der Satz lautet: „Die Juden pflegen ihren Gastfreunden zu tun wie die Maus in der Tasche, die Schlange im Schoß und das Feuer im Busch.44 so Vgl. darüber die Ausführungen von Nikolaus von Dresden, S. 16. 51 Knizky sestery o obecnych vecech krestfanskych, ed. Erben IV. Buch, S. 157. 52 Regulae III, 37. 53 Für den christlichen Geldhandel finden sich äußerst zahlreiche Belege. Vgl. z. B. Archiv cesk^ IV, 122 und Cancellaria Arnesti, ed. Tadra. Arch. f. österr. Geschichte 61, 420. Vgl. auch S. 14 und Anm. 57. 54 Opera Ornnia I, Fase. 2, 16. 55 Vgl. Heilig, Ziele und W7ege einer Wirtschaftsgeschichte der Juden in der CSR.: Jb. f. Gesch. d. Juden in der t'SR. IV, 16; im Gegensatz zu Engel, Ausweisung der Juden aus den königlichen Städten Mährens und ihre Folgen: ibid. II, 6. 56 Vgl. MencJI a. a. O. S. 184, Anm. 45. Mendl hat die Quellen zur Wirtschaftsgeschichte unifirilicU untersucht. Seine Ergebnisse sind hier dargestellt. 57 Vgl. MendJ S. 170 und 180 und über die Verhältnisse in Wien auch Stowasser, „Zur Geschichte der Wiener Geserah44: Vierteljahrsschrift zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte XVI, 114: „Der kreditfähige Mann lieh bei Christen44, und S. 117: „Die Juden traten, da* lehren die Grundbücher deutlich genug, gerade der ärmeren Bevölkerung gegenüber als Leiher auf4. 53 Chronicon veteris Collegati Pratensis ed. Höfler, Geschichtsschreiber der hussitischen Bewegung I, 8« «ngt miadrückiieh, daß sich „nicht die Gesamtheit 23 23