Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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ANMERKUNGEN 1 Allerdings hielten sich viele Christen nicht an dieses Verbot. Vgl. S. 14 und Anm. 53 und 57. 2 Vgl. für alle diese Fragen das ausgezeichnete Buch von K. Chytil, Antikrist v naukach a umeni stredoveku a husitske obrazne antithese: Rozpr. ceske* Akademie tf. L, 6. 59, S. 6 ff. 3 Über die allegorische Schrifterklärung vgl. Grundmann, Studien über Joachim von Floris: Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance, hrsg. von W. Götz, Bd. 32, S. 29ff. 4 Vgl. Chytil a. a. O., S. 21, und Kampers, Kaiseridee in Prophetie und Sage, S. 14. 5 s. S. 6 über Konrad von Waldhauser. 6 Lippert, Die Stellung der Juden in Böhmen vor und nach der Epoche des Hussitenkrieges: MV G D B, V; Barto§, 2id£ v Cechäch v dob6 Husov6: Kalendaf Cesko-zidovsky 1915/16; Mendl, Z hospodäfskych dejin stredovfck6 Prahy: Sbornik prisp£vkü k dejinäm hl. m. Prahy V, 172—187; Blaschka, Die jüdische Gemeinde zu Ausgang des Mittelalters: Die Juden in Prag, Festgabe 1927. 7 Vgl. Chytil S. 73-80 und 97-102 und Matejcek, Velislavova bible 1926. Chytil bringt ebenso wie Matejcek zahlreiche Abbildungen der Velisiavbibel. Chytil ediert die Uberschriften der „Vita Antichristi" und beschreibt die Bilder eingehend. S. 227-232. 8 Diese Überschriften gebe ich ebenso wie alle folgenden fremdsprachigen Zeugnisse in deutscher Übersetzung wieder. 9 Vgl. Jacobowits,Die Judenabzeichen in Böhmen: Jb. f. Gesch. d. Juden in der CSR. III, 147. Zu den in dieser Arbeit angeführten Handschriften, in denen derartige Judenhüte dargestellt sind, kommt die Velisiavbibel hinzu. 10 Der von den Juden erbaute dritte Tempel erscheint dem Maler also noch nicht schlecht genug, um der Tempel des Antichrist sein zu können. Hier variiert die Velisiavbibel die allgemein mittelalterliche Auffassung. Die Kirchenväter und die meisten Scholastiker glauben, daß der Antichrist den Juden zuliebe den von den Römern zerstörten Tempel aufbauen wird. Vgl. Lenz, Uöeni katolicke o Antikristovi: Vlast XII, 524. Der christlichen Legende liegt offenbar die jüdische Legende von dem Wiederaufbau des Tempels zugrunde: Gott selbst wird nach dem Agadoth des Talmud den künftigen dritten Tempel erbauen. n Der anonyme Traktat heißt: „De Antichristo et dicipulis eius" und findet sich in einer Hs. der Wiener Nationalbibliothek (Nr. 2846 fol. lr—29 r) aus dem Ende des XV. Jahrhunderts. Die angeführten Sätze stehen auf fol. 1 v. Es könnte sich um eine Übersetzung des ebenfalls anonymen Traktats „De Antichristo et eius ministris" handeln. Vgl. Chytil S. 123, Anm. 145. 12 Vgl. Kampers, Alexander der Große in Prophetie und Sage: Studien und Darstellungen aus dem Gebiet der Geschichte, hrsg. Grauert I. Bd., 2. und 3. Heft, S. 24. 13 Fontes Rerum Bohemicarum III, 584. 14 s. S. 7 und Anm. 74. 15 a. a. O. S. 512. IG Vgl. Lechler, Johann von Wiclif und die Vorgeschichte der Reformation I, 555. Zum Folgenden s. ibid. S. 554 und 556, Anm. 2. i* Wiclifs Polemical Works ed. Buddensieg, I, 102. 18 s. S. 18. 19 Wiclifs Latin Works ed. Loserth, XX, 224. 20 Opus Evangelicum, ed. Lechler I, 98. 21 Polemical Works I, 271, und Latin Works VII, IV, 60. 22 Tomek, Dejepis mesta Prahy, III, 287. 21 21