Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 8 (1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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werden mit Recht mit Spreu, Bodensatz oder anderen unbrauchbaren Überbleibseln verglichen, die nur dazu gut sind, verbrannt oder mit den Füßen zertreten zu werden. Vergleicht man diese überflüssigen Überreste, die Juden und die Heiden, miteinander, so sind die Juden noch schlimmer. Sie sind wie Taubenmist, der die Erde nicht fett sondern unfruchtbar macht. Am meisten gleichen sie den Excrementen der Erzväter, weil sie aus dem Körper Abrahams hervorgegangen und doch nicht seine Kinder sind (!). Die Heiden haben sich nämlich da, wo sie unter Christen wohnten, im Laufe der Zeit zum Christentum bekehrt — ganz im Gegensatz zu den Juden. Wenn irgendwelche Heiden unter Christen wohnen wollten, ernährten sie sich nämlich von ihrer Arbeit, während die Juden, als sie wegen ihrer Ungerechtigkeit aus ihrer Heimat vertrieben wurden, nirgends so viel Frömmigkeit und Menschlichkeit fanden wie bei dem christlichen Volk, das ihnen erlaubte, in Muße zu leben und ohne Arbeit an allem Überfluß zu haben. Manche Christen haben diese Erlaubnis allerdings auch aus Habgier gegeben! Wie die Juden einst Christus verfolgt haben, so verfolgen sie jetzt sein Volk und geben ihm Schlechtes für Gutes zurück, wie es die Schlangen ihren Ammen und die Mäuse ihren Gastgebern zu tun pflegen ,46 Warum haben die Christen es also den Juden erlaubt, unter ihnen zu wohnen? Einmal, weil sich doch vielleicht einer von ihnen bekehrt___und dann auch weil zweifellos feststeht, daß die heiligen Schriften dem isrealitischen Volk durch göttliche Inspiration gegeben wurden, schließlich, um die vollkommene Feindesliebe zu verwirklichen. Die Christen dürfen aber den Juden nur wegen der Hoffnung auf ihre Bekehrung erlauben, unter ihnen zu wohnen, und nicht etwa um Reichtümer zu erwerben. Wenn die Juden wie die Christen auf dem Acker, im Wald und im Wasser, im Handwerk und im Handel arbeiten würden, würden sie, da die Plage die Einsicht gibt, sich schneller bekehren. Wenn sie sich von ihren früheren Arbeiten und von ihrem Besitz abgekehrt haben, könnten sie angemessen aufgenommen werden. Sie würden auch von den Christen mehr geliebt werden, weil sie mit ihnen die Last der Arbeit tragen und dem Staate dienen würden. Mit Arbeit beschäftigt, würden sie nicht so viel studieren (!) und die heiligen Schriften mit ihrem perversen Verstand glossieren können, und sie würden auf die christlichen Argumente nicht so viel und so mannigfaltig zur Irreführung der einfältigen Laien antworten können. Zum Schluß faßt Jacobeil nochmals zusammen: Das christliche Volk arbeitet im Schweiße seines Angesichtes Tag und Nacht, und der gierige Jude frißt seine Arbeit auf. Der Wucher wird von manchen habgierigen Christen nicht einmal für Sünde gehalten.50 Und die Juden werden sogar von den christlichen Machthabern darin beschützt. Viele Christen beteiligen sich offen oder heimlich am jüdischen Wucher, und diese Christen sind noch 12 12