Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 470)
- Language
- German
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103 Abraham Kinspurg, Ikar hakahal und Vorsteher der Synagoge „Klausen", starb 478 (1718), Hock a. a. O. 66 b; seine Unterschrift in den Tekanoth der Chewra Kadischa 457 (1697). 104 Mordechai Gumprecht Leitmeritz, Stadlan, Prokurator und Wortführer, war Sekretär der Vorsteher; er starb 480 (1720), Hock a. a. O. 191a; er wird auch erwähnt in Megilat Samuel S. 21. 105 Wolf Karpels, der beglaubigte Schreiber der Prager Gemeinde, starb 477 (1717), Hock a. a. O. 331b. 106 Moses Meir Perls, sofer neeman — beglaubigter Schreiber —, war eines der angesehensten Mitglieder der Prager Gemeinde, sogar erster Vorsteher der Chewra Kadischa. Aus einer vornehmen Gelehrtenfamilie stammend, war er mit bedeutenden, zeitgenössischen Rabbinern verwandt. Er war lange Jahre Sekretär und Vertrauensmann Samson Wertheimers gewesen (Kaufmann a. a. O. S. 56) und wird von zeitgenössischen Autoren mit den Ausdrücken höchster Wertschätzung zitiert (z. B. Teudath Salomo 10b); er verfaßte eine Reihe von Werken, von denen besonders sein Kommentar zur Thora gerühmt wird; im Drucke erschien nur Megilat Sefer. Er starb 499 (1739), Hock a. a. O. 280 b. 107 Mordechai Fanta ist der Sohn des mährischen Landesrabbiners, des Gaon Elieser Mendl Fanta, der in Prag auch Gemeindevorsteher war; er starb hochbetagt 494 (1734), Hock a. a. O. 277b. 108 Beim Tode seiner Tochter Vögele war der gelehrte sofer dematha Hirsch Wahle bereits gestorben, 482 (1722), Hock a. a. O. 104a. 109 Mose Prokurator, oder wie der Name hebräisch lautet: Meliz, war 472 (1712) noch am Leben, 481 (1721) aber schon gestorben; Hock sl. a. O. 214a. HO Isak s. g. 1. Brandes überlebte seinen 483 (1722) gestorbenen Sohn Mose Leb, Hock a. a. O. 56a. in Mendl s. g. 1. Freschls starb betagt 485 (1724), Hock a. a. O. 290b. 112 Der vornehme Jekel, Sohn des gelehrten Jecheskia Taussig, Gabai dematha, starb 474 (1714), Hock sl. a. O. 144b. H3 Meschulam, genannt Kaufman Jitschin, Sohn des Meir halevi Epstein, mehrere Jahre Ikar hakahal, starb 478 (1718), Hock sl. sl. O. 248a. 114 Mose Kinsburg starb 476 (1716), Hock a. a. O. 66 b, vgl. Anm. 76. 115 Der greise Isak Tchorsch (Torsch) s. g. 1. Horwitz, Ikar hakahal, starb 490 (1729), Hock sl. sl. O. 155 a. HO Samuel Dewedls, memune birechob, Gasseninspektor, starb 477 (1717), Hock sl. sl. O. 83a. — n? baal horaah der die Entscheidungen trifft, Rabbiner. 118 Isak s. g. 1. Moscheis Schulhof, Mitglied des obersten Rabbinats, starb im hohen Alter 493 (1733), Hock a. a. O. 201a. Er machte die Erstürmung Ofens 1686 mit, seine Frau, die Tochter des berühmten damaligen Rabbiners von Ofen Rabbi Efraim, des Verfassers der Responsen Schaar Efraim, wurde hiebei getötet, er selbst gefangengenommen und dann von Samson Wertheimer ausgelöst. Seit dieser Zeit fügte er seiner Unterschrift den Zusatz zu „ein Scheit, das gerettet wurde aus dem Brande Ofens". Später, nach dem Tode seines Vaters Salman Moscheis, der mit seiner Mutter gemeinsam, dem Brande von 1689 zum Opfer fiel (vgl. Lieben, Die Brandkatastrophen der Prager Judenstadt), trat er an die Stelle seines Vaters ins oberste Rabbinatskollegium ein. Von dieser Zeit ab pflegte er seine Unterschrift zu erweitern „ein Scheit das gerettet wurde aus dem Brande Ofens und dem Brande Prags". Isak Moscheis war mit den vornehmsten Familien der Judenheit verschwägert (vgl. Megilat Juchasin, S. 17). 119 Wohl der 495 (1735) gestorbene vornehme, gelehrte Selig, Sohn des Aba Mari Gans aus Bischitz, der mehr als 40 Jahre Vorsteher der Hochschul war; Hock a. a. O. 69a. — 120 Der gelehrte, vornehme Jakob s. g. 1. Brandes starb 478 (1718), Hock a. a. O. 56a. 121 Salomos Vater Chanoch N. Ch. ist wohl der Sohn des bereits 423 (1663) verstorbenen Leser N. Ch., der seinen Sohn nach seinem Schwiegervater Chanoch aus Bresnitz benannt haben mag; Hock sl. sl. O. 226a. 467