Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 402)
- Language
- German
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Muster in den Synagogen des 19. Jahrhunderts gleichsam zum „Hochaltar" wird, ist der point de vue, sondern der Almemor, der schon in den antiken Synagogen Galiläas als Mittelpunkt des Rituals angesehen und formal betont wurde. Rzeszow, Neustädter Synagoge (Auftiahme vor dem Umbau i. J. 1905) Vorbild für Nikolsburg. Die Steinsynagogen Polens bringen diese zentrale Forderung dadurch charakteristisch zum Ausdruck, daß sie vier massive Säulen anwenden, die, im Geviert stehend, die großen Spannweiten des Raumes unterteilen und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, innerhalb ihres Geheges den Almemor unterzubringen. Diese vom Verfasser mit „Viersäulentypus" bezeichnete Bauform mit quadratischem Grundriß und neun Gewölbejochen finden wir in der großen Vorstadtsynagoge in Lemberg,5 in Zolkiew, Rzeczow, Lubomel (Wolhynien), Szarygrod (Podolien) usw. 401