Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 258)
- Language
- German
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ANMERKUNGEN. 1 Singer, Jb. IV, 212 ff. 2 Archiv des Min. d. Innern, Indices und Protokolle der Hofkanzlei, Böhmen. Nur beispielsweise: 1791, Oktober: Horrak Joseph, ein Jud aus Przistopin... 306: Stern Jakob, Schutzjude in Kunawitz... 307: Schmiediesin Judith, eine jüdische Waise... 1794, März, 57: Joachim Janowsky... April, 31: Moses Kopp, Heirat seiner Tochter... 43: Rubin Heil, Jungbunzlau, Ehekonsens, abgewiesen... usf., usf. 3 A. d. M. d. I., IV T 1, Böhmen. 4 A. d. M. d. I., Ind. u. Prot. d. H. K., Böhmen, 1794, August, Nr. 94. 5 A. d. M. d. I., IV T 1, Böhmen: Franz Philipp Sarchi aus Gradisca imFriaul, wohnhaft Wien Bürgerspital... Denkschrift für die Heranziehung der Juden zum persönlichen Militärdienst. 6 Kabinettskanzlei 1793. Kopie St. A, 522 a. 1793; gedruckt bei Pribram, U. u. A., II, S. 21, 22, Nr. 268. 7 Staatsarchiv, Staatsrat 1332 a. 1793. Die Voten der Staatsräte gedruckt bei Pribram, U. u. A., II, S. 21/2. Das Hofkanzleidekret ebenda S. 25. 8 St. A., St. R., 4356 a. 1793. 9 Die etwas ironische Fassung ist durch eine Bemerkung Zinsendorfs veranlaßt: St. R. 1332 a. 1793: „Die Taktik der Kriege des Alten Testamentes war ganz anders als die gegenwärtige. Selbst der Maure in Afrika schlägt sich gut mit dem Säbel und ist furchtsam vor dem Feuergewehr... Allein der conscribirende Officier findet, daß er den gestellten jüdischen Recruten nicht brauchen kann, was ist da zu thun?" Die Absicht Zinzendorfs — Abwehr oder doch Milderung des gegen die Juden erhobenen Vorwurfs der Feigheit — ist klar. 10 St. A., St. R____ 857 a. 1794. 11 St. A., St. R____ 3283/3265 a. 1796. 12 exp. 8. Oktober 1796. 13 Vgl. Singer: Zur Geschichte der Juden usw., Jb. VI, 249ff. 14 A. d. M. d. I., IV T 1, Böhmen. 15 A. d. M. d. I., IV T 1, Böhmen: Alteisenhandel der Juden in der Christenstadt. 16 St. A., St. R., 4197 a. 1792, Nr. 24. 17 St. A., St. R., 4197 a. 1792, Nr. 31 und 5866 a. 1792: Über die A. h. bezeichnete Beschwerde der bürgerlichen Seidenfabrikanten usw.: 1. Die Fabrik habe ihre Gerechtsame durch unwahrhaftes Vorgehen erschlichen . 2. Sie nehme Lehrjungen auf und spreche Gesellen frei. 3. und schränke sich nicht auf die Verfertigung bisher nicht erzeugter Seidenwaren ein. Dadurch würden die christlichen Meister ruiniert, das Publikum durch schlechte Zeuge betrogen. Die Juden würden allen Handel an sich ziehen. Die Fabrik solle abgeschafft werden. Das Gubernium trug die Untersuchung dem Gubernialrat von Skoli und dem Kommerzienrat Schreyer auf. Skoli verfuhr „aus übertriebenem Eifer für die christliche Sache" eigenmächtig und entzweite sich mit Schreyer. So wurden zwei widersprechende Gutachten abgegeben. Die Juden hatten anfänglich nur glatte und halbseidene Zeuge angefertigt, später aber waren sie um die „Aufnehmung" eines Werkmeisters eingekommen und hatten dazu die Genehmigung der Hof stelle und so auch die Befugnis bekommen, „alle nur möglichen Gattungen von Zeugen wie die übrigen abzusetzen." Die Untersuchung habe ergeben, daß die Juden keine „betrügerischen" Waren erzeugten, wohl aber solche, die nicht nach dem ehemaligen Reglement gearbeitet seien. Nun sei aber das Reglement durch die Hofverordnung vom 20. März 1782 aufgehoben worden, also falle auch diese Beschwerde hinweg. 255