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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 56

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 56)
Language
German
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vom Bürgermeister und Rat der Stadt Eidlitz ausgestellt und besagen, daß der Rat auf Grund des Landtagsbeschlusses vom Jahre 1593 eine genaue Aufnahme der Juden habe machen lassen und daß sich in der Stadt Eidlitz folgende Juden befanden, die halbjährige Steuern leisteten: Georgi und Galli 1596 in gleicher Weise 17 über 20 und 2 unter 20 Jahren, zusammen 19, mit 8*4 Schock 48 Groschen Steuer, Georgi 1597 16 über 20 und 3 unter 20 Jahren, zusammen 19, mit sy2 Schock, Galli 1597 17 über 20 und 3 unter 20, zusammen 20, mit 8% Schock, Galli 1598 18 über 20 mit sy2 Schock 48 Groschen, Georgi 1599 18 über 20 und 2 unter 20, zusammen 20, mit 30 Schock 4% Groschen und Galli 1599 19 über 20 und 2 unter 20, zusammen 21, mit 32 Schock. Die Bekenntnisbriefe für Körbitz betreffen ebenfalls die jüdische Hauptsteuer der Jahre 1596 bis 1599, sind vom Hauptmann der Herrschaft Komotau ausgestellt und bezeugen, daß sich nach der durch Richter und Geschworene von Körbitz vorgenommenen Aufnahme zu Körbitz folgende Juden befanden, die halbjährige Steuern entrichteten: von Georgi 1596 bis Georgi 1599 in gleicher Weise zwei erwachsene Juden, die ständig 3 Schock 12 Groschen halbjährig steuerten, und zu Galli 1599 drei erwachsene Juden, die 4 Schock 48 Groschen entrichteten. In dem Rechnungsbuche der Herrschaft Komotau aus dem Jahre 1604 findet sich für drei Orte der vereinigten Herrschaft Komotau - Rothenhaus die Anzahl der Juden samt ihren Abgaben für das Halbjahr Galli 1603 bis Georgi 1604 angegeben; in Eidlitz zinsten achtzehn Juden zu 2 Schock, zusammen 36 Schock; in Körbitz zwei Juden je 2 Schock halbjährigen Zins und ein dritter Jude, der sich erst vom 4. Dezember ab daselbst aufgehalten, 1 Schock 30 Groschen, zusammen 5 Schock 30 Groschen; in Drohnitz, jetzt zum Kaadner Bezirke gehörig, zinsten drei Juden je 2 Schock, zusammen 6 Schock. Von einer Abgabe von Safran durch die auf der Herrschaft Komotau ansässigen Juden handelt ein Bericht des herrschaftlichen Hauptmanns auf Komotau an die königliche Kammer vom 4. Jänner 1600, der im Kammerberichtsbuche von 1599 bis 1600 enthalten ist (Nr. 10). Auf die von den Juden zu entrichtende Kontribution beziehen sich Eintragungen aus den Jahren 1598, 1640, 1641, 1642 (Nr. 9, 61, 70). Daß zwei Juden bei dem Passieren des Grenzortes St. Sebastiansberg den vorgeschriebenen Zoll nicht entrichteten und ihnen deshalb ihre Pferde mit Beschlag belegt wurden, wird in einer Eintragung der Stadt Komotau vom 9. November 1668 erzählt (Nr. 102). Durch einen anderen Zeugnisbrief der Stadt von 1691 wurde dem Juden Jacob Töplitzer aus Prag bescheinigt, daß er seine in Leipzig angekauften Pferde bisher immer auf der königlichen Landstraße durch Komotau nach Prag geführt habe (Nr. 121). 53

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