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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 49

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644313--2937-2647284
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Eidlitz den Komotauer Seifensieder Hans Georg Brändel auf Zahlung eines Schuldrestes für Unschlitt, das er von ihm bezogen hatte, klagte (Nr. 98). Von Juden als Kunden handeln Bestimmungen der Zunftordnungen der Komotauer Schneider von 1537 (Nr. 2) und 1631 (Nr. 40). Nach der ersteren ist es den Schneidern verboten, „ungenetzt Tuch oder Gewand6' für Christen oder Juden zu arbeiten; nach der zweiten ist es verboten, für Juden zu arbeiten, sei es „an dem Leib" oder anderweitig. 3. Juden als Warenlieferanten. Finden wir die Juden trotz aller Verbote schon des öfteren als Warenlieferanten der Zünfte, so kommen sie noch viel häufiger als Lieferanten verschiedener Waren für Bürger und Bauern vor, nämlich von Pferden, Weizen, Käse, Obst, Federn, Fellen, Wolle, Kleidungsstücken, Kramwaren und verschiedenen Gebrauchsgegenständen, was die Eintragungen in den Gerichtsbüchern, die lediglich Streitigkeiten betreffen, nur andeuten können. Am 1. Juni 1615 gelobte Greger Engeil bei Gericht, der Jüdin Susmanin in Eidlitz 7 Schock 30 Groschen „wegen eines Pferdes" zahlen zu wollen (28). Auf einen ähnlichen Fall bezieht sich eine Eintragung desselben Jahres, die als Verkäufer eines Pferdes den Juden Isack den Älteren von Eidlitz nennt. In dem Erbinventar nach Caspar Wiedtman vom 7. Juli 1632 findet sich unter den Schulden auch die an einen Juden für Weizen im Betrage von 25 Gr. 5 Pf. (41). Bemerkenswert ist, daß im Jahre 1650 der Jude Wolffei in Komotau entgegen den Stadtprivilegien Weizen bei Privaten eingelagert hatte (Nr. 80). Als Verkäufer von Käse und zwar von 14 Stein und 5 Pfund werden 1647 die Juden Lösser und Joseph genannt (Nr. 76). Eine ganz vereinzelte Eintragung aus dem Jahre 1650 besagt, daß die derzeit in Priesen wohnhafte Bela, die Schwiegertochter (Schnur) des langen Abraham, dem Komotauer Bartel Weigert welsche Nüsse verkauft hat (Nr. 81). Als Verkäufer eines Kupferkessels wird im Jahre 1668 der Jude Wolffei von Eidlitz genannt (Nr. 103). Im Gerichtsbuche von 1640—42 finden wir zum 10. Juli 1640 den Vermerk des Stadtrichters, daß ihm vom Rate aufgetragen worden sei, gegen die Niederlage der sich da aufhaltenden Judenschaft bei einigen Komotauer Bürgern einzuschreiten, daß sich bei einem Bürger ein kupferner Ofentopf, bei einem anderen 11 Rinderhäute und 2 Kalbfelle vorgefunden hätten, daß den Juden auf Befehl des Rates die Häute wiedergegeben wurden, dagegen der Bürger, der diese bei sich gehabt und 46

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