Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 7 (1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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Roßle von Weckau in Arrest setzen; Wolff Kahn beschuldigt 1700 einen Komotauer der Straßenräuberei; 1640 werden Pfänder zweier Prager Juden nach Teplitz überführt. Ungarisch" Brod. Dem Isaack Schay werden 1668 bei Sebastiansberg wegen Nichtzahlung des Zolls die Pferde weggenommen. Weckau (?). Roßle wird 1641 von zwei Teplitzer Juden wegen „versessener" kaiserlicher Kontribution in Arrest gesetzt. Wodierad. Aus dem Jahre 1600 finden sich fünf wichtige und umfangreiche Schriftstücke betreffs des Raubmordes an einem namentlich nicht genannten Juden von Wodierad. Wrany (Wrana bei Schlau?) In einem Erbinventar von 1686 wird ein Jud ohne Namensnennung als Gläubiger erwähnt. II. Art der Beziehungen. 1. Versuche zur Abänderung des Judenausweisungsprivilegs vom Jahre 1517. Im Jahre 1517 hatte die Stadt Komotau von ihren Erbherren Peter und Sebastian von Weitmühl das Privileg erhalten, daß kein Jude in der Stadt oder vor der Stadt oder auf den Gütern der Herrschaft Komotau wohnen oder da Handel oder Hantierung treiben dürfe. (Nr. 1.) Dieses Privileg war von den Kaisern Rudolf II., Matthias und Ferdinand II. bestätigt worden. Im Jahre 1635 versuchten die Ältesten der Prager Judenschaft, eine Änderung dieses Privilegs zu Gunsten der jüdischen Händler herbeizuführen. Darauf bezieht sich ein Schreiben der Stadt Komotau an die kgl. böhmische Kammer vom 20. September 1635 (Nr. 45), mit welchem die Kammer gebeten wird, das Gesuch abzulehnen. Auf Grund der Privilegien wies die Kammer am 1. Oktober 1635 43