Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 453)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2644300-2644315--2857-2647203- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
wählte Kapper für das „Jahrbuch" 1858 die kleine Verserzählung „Der Jäger zu Losensteinleithen". 114 Identisch mit Julius v. d. Traun. Siehe Fußnote II., 113. 115 im „Jahrbuch" 1858 ist Tschabuschnigg durch keine Novelle vertreten, sondern nur durch die Romanze „Elfenreigen'4. 116 Karl Gottfried Ritter v. Leitner (1800 bis 1890), steirischer Dichter. 117 Georg Friedrich Daumer (1800 bis 1875), Dichter und religionsphilosophischer Schriftsteller. Auch als Übersetzer morgenländischer Dichtungen („Hafis") genoß er Ansehen. Daumer war in Nürnberg Erzieher Kaspar Hausers, über den er mehrere Bücher schrieb. Kapper nahm das Gedicht „Ein stiller Ort", von dem in den Briefen die Rede ist, nicht auf. Das „Jahrbuch" 1858 enthält von Daumer die beiden Gedichte „Historie von Johannisberg" und „Mäuselöcherpoesie". Ersteres ist ein Spottgedicht auf das kathol. Mönchstum. Es überrascht uns umsomehr, als es kurz vor Daumers Übertritt zum Katholizismus entstand. 118 Woligang Müller von Königswinter s. Fußnote I., 152. 119 Wilhelmine Wukomanowitz Karadschitsch (1828 bis 1894), die Tochter des berühmten serbischen Schriftstellers Vuk Stefanovic KaradSiö (s. Fußnote 124), war von Beruf Malerin. Siehe über sie die „Narodna enciklopedia srpsko-hrvatskoslovenaöka". Dem Hause Karadzic war Kapper viele Jahre hindurch als Freund verbunden. Frau Wilhelmine widmete er seine „Primofsk6 pohadky" mit den Worten „Miloj svojoj posestrimi Wileminä Vukomanovic, roz. Karadzic^4. 120 Von mir transskribiert. — 121 Kappers Wohnort zu jener Zeit. - 122 „Pffmofske pohadky" s. Fußnote 119. 123 Utjesenovic Ostrozinski Ognjeslav (1817 bis 1890), seit 1856 Ministerialbeamter in Wien, seit 1862 Hofrat bei der kroatischen Hofkanzlei in Wien, wurde im Jahre 1872 Großgespan in Warasdin. Er war auch als Schriftsteller tätig. Siehe über ihn die „Narodna enciklopedia srpsko-hrvatsko-slovenacka". 124 Vuk Stefanovic Karadzic* (1787 bis 1864), berühmter serbischer Schriftsteller. Er erhob die serbische Volkssprache zur Schriftsprache, erwarb sich Verdienste um die Regelung der serbischen Rechtschreibung, verfaßte eine serbische Grammatik, zu deren deutschen Ausgabe Jakob Grimm eine Vorrede schrieb, übersetzte das Neue Testament ins Serbische, schrieb ein serbisch-deutsch-lateinisches Wörterbuch und erschloß Europa die Schätze serbischer Volkspoesie. Vuk verbrachte einen großen Teil seines Lebens in Wien und starb daselbst am 26. Jänner 1864. 442