Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 447)
- Language
- German
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Wien? Ich hätte mich so gefreut, wenn die Feinde Sie hierher versprengt hätten. Wo haben Sie meine Briefe getroffen, der von Belgrad und der zweite, den ich Ende Juni (ich glaube den 23.) mit dem biographischen Abriß Sava Martinovichs Ihnen gesendet? Ich hatte gehofft, daß Sie mir auf Letzteren etwas erwidern und mir mitteilen würden, bis wann Sie die neue Auflage Ihrer Lieder zu veranstalten gedenken . Anfänglich schrieb ich Ihr Schweigen den kriegerischen Verhältnissen zu, aber jetzt währt mirs doch schon zu lange, also lassen Sie von sich hören, ich sehne mich schon darnach, denn jeder Freund, der die Katastrophe von 866 überstanden, ist uns ja ein neu Geschenkter! - Und nun leben Sie recht wohl! Das alte traurige Jahr ist endlich um, gehen wir dem neuen mutig entgegen! - Möge es Ihnen ein recht frohes werden, dies wünscht aus voller Seele in aufrichtiger Freundschaft Minna Wukomanovits Karadschitsch. P. S. Als kleinen Krobothen send' ich Ihnen hier die Photographie meines Knaben, vielleicht folgt nun, da wo das Kind bereits ist, auch die Mutter bald nach. Wien, am 7. Dez. 872. Hochverehrter Herr Doktor! Böses Unwohlsein verhinderte mich, Ihre beiden sehr werthen Zuschriften früher zu beantworten, doch hoffe ich, wenn auch in letzter Stunde, doch noch zurecht zu kommen, um Ihnen zu sagen, daß die „Dame", welche Sie Ihre Bundesschwester nennen, sich über die ihr zugedachte Widmung Ihres neuesten Buchest sehr freut, und Ihnen für diese Auszeichnung herzlichst dankt. Leider ist auch sie mit mir zugleich erkrankt und noch ebenso unfähig zu schreiben wie ich selbst und darum vorläufig nur dies eine Wort des Dankes. Mir als Referentin in dieser Angelegenheit ist noch besonders aufgetragen, Ihnen geehrtester Herr Doktor, zu schreiben, daß es in der Dedikation heißen muß: BmixejiMHHH ByKOMaHOBH-fea Kapa^irfea y3 noöpaTHMCKH H03ApaB und daß das potj ganz wegbleiben kann. Und nun nichts weiter-es würde ohnehin unleserlich ausfallen, weil auch diese Zeilen im Bette geschrieben sind. Alles Liebe und Schöne will aber die Dame selbst schreiben, so wie sie gesundet, bis dahin bewahren Sie ihr ein freundschaftliches Andenken und entschuldigen Sie gütigst das Gekritzel der Referentin. 31. Brief von Hof rat Utje§enovi6A2* Wien, am 2. September 1868. Hochverehrter Herr Dtor! Nachdem meine langjährigen Wünsche nach Ihrer Bekanntschaft nicht in Erfüllung gehen wollen, um Ihnen als einem so warmen Serbenfreund meine Hochachtung und meinen Dank namens meiner armen, so arg verkannten, weil nicht gekannten Connationalen auszudrücken, so erlaube ich mir, dies mit Hinblick auf Ihre vielfältigen serbenfreundlichen literarischen Leistungen hiemit schriftlich auszuführen, indem ich Ihnen gleichzeitig mit Post eines meiner Bücher, wovon Sie schwerlich Kenntnis haben dürften als Zeichen meiner Verehrung zusende. Dieselbe ist aber, glauben Sie mir, keine neue, sondern vielmehr Dezennien alte, da mir bereits im Jahre 1848, mein unvergeßlicher, leider nun verstorbener Freund v. Stani- 436