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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 448

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 448)
Language
German
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IRI
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savljevic, von Ihnen sehr viel Schönes sprach, ebenso der gute Vuk Karadzic,*24 und seine Frau Tocher, mit der ich und meine Familie sehr befreundet sind. Ich hatte auch eben diese Dame ersucht, mich davon zu benachrichtigen, wenn Sie etwa wieder einmal nach Wien kämen und die Vukischen besuchen. Aber leider warte ich schon mehrere Jahre auf dieses Vergnügen, und damit es nicht auf immer ein bloßer Wunsch bleibt, ergreife ich heute die Feder, um diese Zeilen an Sie zu richten. Daß es schon längst nicht geschah, ist nur die leidige Geschäftsüberhäufung in meinem Amte bei der kroatischen Hofkanzlei die Schuld gewesen, welches Motiv jedoch in dieser Richtung nun beseitigt ist, seitdem unsere magjarisch magjaronisch gewordene Hofkanzlei die Gefälligkeit gehabt hat, mich als einen der eifrigsten, der getreuesten Diener Sr. Majestät, und als einen guten Gesamtösterreicher, im vorigen Herbst außer Aktivität zu setzen. Meine Bemühungen um ein Exemplar Ihrer mir wohlbekannten Übersetzung serbischer Volkslieder für meine Bibliothek zu erwerben, waren fruchtlos, da das Buch im Buchhandel nicht mehr zu haben ist. Sollten Sie, bester Herr Doktor, nicht in der Lage sein, mit irgend einem Exemplar disponieren und mich damit beglücken zu können? Dafür verspreche ich Ihnen, mich, wenn es Ihnen nicht unangenehm ist, mit der Zusendung eines neuen Buches zu revanchieren, das sich soeben hier unter der Presse befindet. Es ist dies eine poetische Übersetzung des Psalters in Form des serbischen Volksliedes, wie ich dies mit einigen Fragmenten aus den Psalmen, in meinem Buche „Negjelko" mit sehr viel Beifall versucht hatte, worin ich diese Psalmen im Musikstil, in die epische Handlung des „Negjelko" verwendet habe. Ich hoffe mit diesem neuen Buche bei meinen Connationalen nur Anerkennung zu erwerben, was bezüglich des „Negjelko", wie Sie dies aus dem beifolgenden Abdruck einiger Rezensionen ersehen werden, in entschiedener Weise stattfand. Leider ist unsere Kritik noch auf sehr niederer Stufe, so daß man sich über ihre Aussprüche weder in günstiger noch ungünstiger Hinsicht viel einbilden kann. Im übrigen habe ich durch meine Initiative die Herausgabe des literarischen Nachlasses unseres hochverdienten Vuk ermöglicht, indem ich hiezu einen Fond gesammelt habe, woraus bisher der 5. Band Lieder, der „Obicaji" und einer Sammlung „Volkslieder aus der Hercegowina", herausgegeben wurden. Nun werde ich die Herausgabe des „Deutschserbischen Wörterbuches" veranlassen. In der angenehmen Hoffnung, daß mein erwähnter Wunsch in Erfüllung gehen wird, und daß ich das Vergnügen haben werde, Sie hochverehrter Herr Doktor bald in Wien begrüßen zu können, verbleibe ich einstweilen unbekannter Weise Ihr Sie hochverehrender Utjesenoviä, Hofrath Aisergrund, Berggasse Nr. 4 437

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