Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 445)
- Language
- German
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Dinge auch nicht mehr ertragen werden, dann ist alles aus und man sollte lieber gar nichts mehr drucken. Die Dichterin ist in meinem „Hafis", 2. Ausgabe unter dem Namen Perate eingeführt; dieser Bezeichnung könnten auch Sie sich bedienen; dazu könnte gesetzt werden: „Mitgeteilt von Daumer." Sie würden mir eine Gefälligkeit erweisen, wenn Sie mir die Sachen, die Sie nicht sofort anzuwenden gedenken, gleich wieder zurückschicken wollten, damit ich sie, ohne neue Abschrift, zu anderweitigem Zweck benützen kann. Mit den hochachtungsvollsten Gesinnungen Ihr ergebenster Daumer. Hochgeehrter Herr! Haben Sie meine Antwort auf Ihren letzten Brief nicht erhalten? Ich habe Sie darin gebeten, mir, da Sie von dem Überschickten nur so wenig benützen wollen, mein Manuskript wiederzuschicken, damit ich es anderweitig anwenden könne, ohne eine neue Abschrift zu machen. Eine Arbeit wie diese wird mir sehr schwer, ja ist mir jetzt ganz unmöglich, denn ich bin außerordentlich augenkrank, ja, wie es scheint, auf dem Wege, demnächst blind zu werden. Schicken Sie mir die Blätter sofort zurück! Ich habe sie dringend nötig. Daß das Gedicht: „Ein stiller Ort" entweder ganz, oder gar nicht gedruckt werden dürfe, habe ich Ihnen in dem vorigen Schreiben auseinandergesetzt. In der Hoffnung, daß Sie mir meine Bitte ohne weiteren Verzug freundlichst gewähren werden, verharre ich hochachtungsvoll Ihr ergebenster Daumer Frankfurt am Main, im April 1857 (vor dem Friedberger Tor, Bäckerweg Nr. 10). 29. Brief von Wolf gang MüllerM* Geehrter Herr College! Eben erhielt ich Ihre Zeilen durch Herrn Breidenbach, Die Gedichte sind richtig angekommen und zur Aufnahme in das Künstleralbum bestimmt. Was die Novelle angeht, so hat H. Breidenbach sich an mehrere Schriftsteller gewendet. Ich muß mir natürlich die Auswahl vorbehalten, denn es ist nötig, daß der Inhalt zum Charakter des Albums passe. Es würde mich sehr freuen, Ihnen den Preis zuzuerkennen. Jedenfalls hoffe ich auf baldige Zusendung. Beiliegend die Photographie. Ich habe Ihnen dieselbe übrigens schon einmal geschickt. Es scheint, daß der Brief verloren gegangen ist. Ihre Einlage an die Redaktion habe ich selbst übergeben. Welch eine unselige Zeit droht über uns hereinzubrechen! Ein deutscher Brüderkrieg! Der Geist wendet sich mit Entsetzen ab. Mit freundlichen Grüßen Köln, 6. Mai 1866. W. Müller. 30. Drei Briefe der Frau Wilhelmine Wukomanowitz KaradschitschM* Hochgeehrter Freund! Sie zürnen mir sicherlich, daß ich Ihnen so lange nicht geschrieben, auch die freundlichen Zeilen die Dr. Delping mir zugestellt hat, bis jetzt unbeantwortet gelassen habe. Verzeihen Sie mir und seien Sie versichert, daß ich an dieser Verzögerung weniger Schuld bin als es den Anschein hat. 484