Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 441)
- Language
- German
- Belongs to
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den Sie auf meine Mitarbeiterschaft legen. Ein Freiexemplar des „Jahrbuchs" bitte ich mir über Leipzig aus, sowie ich auch sehr dankbar es anerkennen werde, wenn Sie mir auch die früheren Jahrgänge, namentlich den von 1857 zukommen lassen wollten. Können Sie mir mein Honorar in einem guten Wechsel auf Stuttgart übermachen, so wäre mir's erwünscht. Hochachtungsvoll Ihr ergebenster Ludwig Seeger, Augustenstraße 5. Stuttgart, 3. Juli 1857. Verehrtester Herr, da ich auf mein letztes Schreiben an Sie noch immer ohne Antwort bin, und nicht weiß, ob Sie dasselbe wirklich erhalten haben, so muß ich mich noch einmal brieflich an Sie wenden. Hätten Sie den Brief nicht erhalten, so müßte ich Ihnen verschiedenes wiederholen, was für mich von Wichtigkeit ist und für Ihren Herrn Verleger von Interesse sein kann. Inzwischen benachrichtige ich Sie, daß das von Ihnen für den nächsten Jahrgang des „Jahrbuchs" gewünschte kleine Epos bereits fertig ist: es ist eine humoristische Erzählung geworden, etwa zwei Bogen stark. Wenn Sie die „Büder aus dem Badeleben" nicht aufzunehmen gesonnen wären, so müßte ich um Nachricht bitten, da ich dafür anderweitige Verwendung habe. Ebenso wünschte ich zu wissen, wie ich mit meiner Shakespeare-Übertragung daran bin, die ich Sie bat, Ihrem Verleger anzubieten, zunächst zur Einsicht. Ich halte es immer noch für möglich, daß Sie meinen letzten Brief erhalten und nur durch Geschäfte abgehalten worden sind, mir früher zu antworten. In diesem Fall bitte ich diese meine bescheidene Mahnung zu entschuldigen. Mit ausgezeichneter Hochachtung Ludwig Seeger, Augustenstraße Nr. 5. Stuttgart, 31. Januar 1858. Verehrter Herr! Hier sende ich Ihnen die versprochene poetische Erzählung und hoffe, Sie mißfällt Ihnen nicht; meine hiesigen Freunde Otto Müller,109 j. G. Fischer, Fellner u. a. haben viel Spaß daran gehabt. Maler Fellner hat sich sogar bereit erklärt, das Geschichtchen zu einem eleganten Weihnachtsbüchlein durch Illustrationen herauszuputzen, im Fall das Ding nachher besonders gedruckt würde. Wollen Sie diesen Schwank in das belletristische Jahrbuch aufnehmen und mir per Bogen nicht unter 40 Thaler Honorar bezahlen (so viel ist mir bereits von anderer Seitet angeboten), so gehört er Ihnen, und über ein kleines weiteres Honorar für einen etwaigen besonderen Abdruck (mit Illustrationen) würden wir uns dann leicht verständigen, im Fall der Hr. Verleger auf diesen Gedanken einginge. Gefällt Ihnen die Dichtung nicht, oder ist dem Herrn Verleger der Preis nicht recht, so habe ich nur die eine Bite, mir das Mncr. umgehend zurückzusenden MO in etwa acht Tagen könnte ich Ihnen auch wieder einiges Lyrische einsenden. Im Fall des Abdruckes werde ich Sie ersuchen, mir unter Kreuzband die Revision einzusenden: die Druckfehler in dem Taschenbuch pro 1858 sind wircklich für ein so schönes Buch viel zu viel, (auch in den wenigen Versen von mir, die darin stehen). Für die Sendung des Jahrbuches meinen verbindlichen Dank! Das Honorar für meine Verse werden Sie wohl die Güte haben, mir bald zukommen zu lassen. Wenn Sie gute Novellen brauchen, so könnte ich Ihnen einiges empfehlen. Mit achtungsvollen Grüßen Dr. Ludwig Seeger, Augustenstraße 5. 430