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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 430

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 430)
Language
German
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griff nehmen". Wird das Ding bis Anfang Oktober fertig, so sollst Du es haben, länger kannst Du wohl nicht warten? An Hedrich habe ich geschrieben; ich glaube aber nicht, daß er eine Novelle bereit hat. Er ist jetzt Berichterstatter in einem amerikanischen Blatt und schreibt politische Wochenschau, was ihn nährt - freilich, indem es ihn mißvergnügt läßt. Wüßten wir nur genau den Einsendungstermin der Beiträge! Dein Buch über die „Bäder"7i wird gelobt, ich selbst habe es mit viel Interesse gelesen. Doch ich hoffe, Du hast noch ganz anderes vor und wirst bald wieder mit einem Roman kommen. Ich mache dieser Tage eine Reise in die Berge (Steiermark). Im Winter sehen wir uns hoffentlich in Paris wieder. Was hörst Du von Hartmann? Geht er schon aus? Im Juni verließ ich ihn noch bettlägerig. Meine Empfehlungen an Deine Frau! Herzlichst grüßend Dein Alfred Meißner. Prag, den 9. Nov. [1856] Bester Freund! Ich habe für Dein Unternehmen vor vier Wochen eine Novelle zu schreiben angefangen. Ich glaubte, sie spätestens in 14 Tagen fertig bringen zu können, Störungen aller Art kamen dazwischen. Nun bin ich beim letzten Kapitel angelangt - einige Tage Durchsicht täten noch Not, - am dreizehnten (längstens) könnte ich sie Dir schicken. Ist so lange noch Zeit? Schiebt Dir der Druck einer mindestens drei Druckbogen langen Erzählung die Erscheinungsfrist nicht allzu lange hinaus? Das sind Fragen, die Du mir baldigst beantworten mögest. Ebenso bitte ich, mir zu sagen, ob ich das M. S. Dir oder Bellmann übergeben soll? Du weißt, wie ungern ich in Deinem Taschenbuch fehlen möchte - man kann nicht feinere Gesellschaft zusammenbitten - und deshalb ließ ich größere Arbeiten liegen, um für Dich etwas zu haben. Das soll Dich nicht hindern offen zu reden. Sagst Du: trop tard! so bleibe es fürs nächste Jahr. Gedichte habe ich nicht. Die lyrische Ader ist versiegt. Adieu, Bester, meine Empfehlungen an Deine Frau. Kömmst Du nicht bald nach Prag? Ich gebe Dir zu bedenken, daß die Patienten in Abwesenheit des Arztes sich nicht selten sichtlich erholen. Lebe wohl, bester Hippocrates, der Deinige ~w,.^x^ * v. , Galenus Meißner72 Adr.: Dr. Med. S. Kapper, Dobfisch Prag, 9. Januar 1857 Bester Freund! Gestern kam Dein Brief. Du stellst den Termin etwas früh. Ende März ist unversehens da. Dessen ungeachtet hoffe ich Dir bis dahin zuverlässig eine Novelle einsenden zu können. Sollte dies nicht möglich sein, so erhältst Du - ein Mann, ein Wort - eine größere Partie Gedichte. Mit Dramenfragmenten ists eine eigene Sache. Man kann füglich nur Bruchstücke von solchen abgeben, die nicht zur [unleserlich] Darstellung bestimmt sind; ein Theaterstück im eigentlichen Sinne des Wortes will man ganz frisch vors Publikum bringen. Ich bin jetzt eben daran, die zwei letzten Akte eines Schauspiels auszuschreiben, aber ich möchte es im nächsten Herbst einreichen (jetzt wird es schon zu spät sein) und wünschte nicht, daß etwas davon vorher schon bekannt wäre. Das nimmt die Spannung weg. Leid tat es mir, daß ich in diesem Jahr mit der Novelle zu spät fertig wurde - es hätte sich gut gemacht, wenn die Freunde alle-Hedrich jedenfalls mit dazu- 419

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