Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 422)
- Language
- German
- Belongs to
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Dusnik, den 4. April 1858. Lieber Freund und Schwager! Bei Gelegenheit eines Besuches, den ich mit meiner Frau heute hier abstatte, übernehme ich es, Dich von dem Wohlbefinden aller Deiner Angehörigen zu benachrichtigen, da, wie ich höre, Dir schon längere Zeit aus dem Grunde nicht geschrieben worden ist, weil man immer noch erst von Deiner Seite Nachrichten entgegensehe. Das neueste Familienereigniß, - das letzte zugleich in seiner species, - ersiehst Du aus den beigeschlossenen Gerten. Pauline^o heiratet gut und sie verdient es. Sie ist auch insbesondere mein Liebling. Der Vater befindet sich den Umständen entsprechend wohl. Er hat einige Wochen in Bunzlau zugebracht. Einem Schreiben von Dir sehen wir hier alle sehnlichst entgegen. Den Vater beunruhigt Dein Stillschweigen seit 4 Monaten. Doch habe ich aus Deutschland Nachrichten, welche mich in die Lage setzen, ihn zu beruhigen. Nichtsdestoweniger schreibe, sobald es Dir möglich wird! Auch ich entbehre auf meine mehrfachen Briefe bis heute noch Deiner Antwort. Das Honorar für den „Camao"** hast Du wohl bereits erhalten. Soll ich in dem neuen Jahrgange nichts von Dir bringen können??? Ein neues in Prag erscheinendes Blatt bringt eben eine ausführliche anerkennende Kritik über Deine „Erzählungen eines Unstäten". Es ist dies meines Wissens das erstemal, daß es ohne Anstand möglich geworden über Deine Schriften hierlands eingehend zu berichten! Mit besten Grüßen von allen Dein aufrichtigster Dr. Kapper. Lieber Moritz*2 ich ersuche Dich bei Empfang des Briefes an uns gleich zu Schreiben verbleibe Dein Vatter J. Hartmann. Mr. Maurice Hartmann, Paris, rue Taitbout, hotel des trois freres 14. Brief an J. N. Vogl** Dobfis bei Prag, 10. XII. 56. Verehrtester Herr Doktor! Indem ich Ihnen für den schönen Beitrag,** mit welchem Sie mein Jahrbuch zierten, meinen besten Dank sage, gestatten Sie wohl, daß ich Sie zugleich zur freundlichst fortgesetzten Theilnahme hiemit bestens einlade. Jeder Beitrag aus Ihrer gefeierten Feder wird mir schönstens willkommen sein! Nur bemerke ich, daß diesmal der Termin längstens bis Ende Dezember angesetzt ist! In angenehmer Erwartung Ihrer erwünschten Betheiligung zeichne ich Ihren stets ergebenen Dr. Siegfried Kapper. Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. J. N. Vogl in Wien. Dobfis bei Prag, 8. II. 58. Euer Wohlgeboren!*5 Sehr geehrter Herr! Das Jahrbuch deutscher Belletristik nebst meinem besten Danke für die Auszeichnung, welche Sie demselben durch Ihre höchst ehrenvolle Betheiligung angedeihen ließen, ist wohl im verflossenen Herbste, geehrter Herr, Ihnen zugekommen. 411