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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 419

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 419)
Language
German
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IRI
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Undatiert, von Mitte 1843: „Von den angesuchten Ost- und Westblättern keine Spur! - O Sie Schlimmer! - Und ich habe die Sachen so sehr nötig. Z. B. von den in der „Marinka" von Mächa verstreuten Gedichten habe ich kein Jota! Wo soll ich es nur für meine Sammlung neuböhmischer Poesien ,27 die ich beabsichtige , hernehmen?!" 10. Brief an Frau Baronin v. Gratenstein in Gratz2* Wien, den 3. November 1849. Wohlgeborene, gnädige Frau! Als ich während der letzten Tage Ihrer Anwesenheit in Wien die Ehre hatte, Ihnen meine Aufwartung zu machen, waren Sie so freundlich, mir eine Abschrift der letzten Composition des seligen Dr. J. A. B. (zu der ich ihm den Text schrieb, das Schmelzer Grab nämlich) zuzusagen, und bedauerten nur, daß Ihnen das Manuskript, das bereits verpackt war, nicht mehr zugänglich gewesen. In der Uiberzeugung, daß Sie, gnädige Frau, meinen Wunsch, - wenigstens die Parthie des Chores von jener bloß durch mich angeregten Schöpfung des seligen Meisters, in Abschrift zu besitzen, selbst einen ebenso gerechten als billigen nennen, erlaube ich mir, meine Bitte zu erneuern, und Sie höflich zu ersuchen, eine Abschrift jener Tondichtung (Gesangsparthie), von der ich natürlich keinen anderen Gebrauch als den des theueren Angedenkens machen zu dürfen weiß, gütigst mitteilen und durch die Post unter meiner Adresse einsenden zu wollen! In Entgegensicht der geneigten Erfüllung meines Ansuchens und in ununterbrochenem Angedenken an meinen in Gott ruhenden Meister und Freund Ew. Wohlgeboren hochachtungsvoll ergebener Dr. Siegfried Kapper, Leopoldstadt, Nr. 711. 11. Auszüge aus Kappers Briefen an Moritz Hartmann29 10. März 1854: „Keiner von uns hat es damals30 geahnt, daß ich Dir noch einmal, und zwar aus Deinem Vaterhause und an dem patriarchalischen Tische schreiben werde, an dessen oberem Ende Dir Vater und Mutter walten und Regiment halten. Und doch ist es so gekommen. Ich gestehe Dir, daß lediglich der erkannte Wert Deiner Schwester Anna maßgebend einwirkte...44 4. Feber 1855: „Die Praxis ist hier3i quantitativ eine keineswegs geringe, desto schlechter in qualitativer Beziehung. Ich habe das Vertrauen und den Ruf, die Leute aber kein Geld. Das Facit dieser Regeldetrie ist mein Einkommen, doch kann sich auch das noch machen, wenn nur erst Friede ist. Wir leben übrigens zufrieden, still und gut, da ich nebenbei nicht derjenige bin, der einem Buchhändler irgend etwas gratis gibt." 23. Juni 1856: „Ich denke ganz ernstlich an das Übersiedeln nach einer größeren Stadt. Vielleicht gehe ich nach Wien zurück. Ließe sich nicht etwa auch an Paris denken?32 Ließe sich nicht dort irgend eine spezielle Stellung für mich machen? Vielleicht bei der projektierten Zeitung, wenn diese Anlage groß genug und darnach angetan ist? Oder sonst? . . ." 28. Oktober 1855: „Wir für unseren Teil leben, wie es sich eben hier leben läßt. Ich besorge meine Berufsgeschäfte, die auch auswärts führen, mit stoischer Hingebung. Wie Du, durchfahre ich auch fast jeden Tag die Wälder, nur auf antediluvianischem Wagen und in jener Urform Pariser Carossen, die über das Stadium der walachischen Telega, die Dir ganz wohl bekannt sein wird, noch nicht viel hinaus ist. Die Cholera diesen Sommer nahm mich außerordentlich ins Gebet, 408

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