Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 418)
- Language
- German
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//. Briefe von Kapper 9. Auszüge aus Briefen an Rudolf Glaser** 6. September 1841: „Ich habe bereits mit sämtlichen Redakteuren der Wiener Taschenbücher gesprochen und bin in den Stand gesetzt, die versprochene Revue zu schreiben. Frl. Paoli*9 und Herr Wertheimer, bei denen ich gestern zu Tische war, und Levitschnigg,20 Dr. Schmidt lassen Sie herzlich grüßen." 2. April 1842: „Ich nehme mir die Freiheit, Ihnen drei Lieder aus Jablonskys zu Ende des vorigen Jahres erschienenen Gedichten zur gütigen, wenn möglichen, Aufnahme in Ihr geschätztes Blatt zu senden. Jablonsky ist jung-geistreich. Poet durch und durch und - Prämonstratenser. Das erklärt sie. Glauben Sie, daß sich dieses unter irgend einer Form andeuten ließe, doch so, daß es der Zensur entginge; denn diese striche sonst alles!!?"2! 10. Juni 1842: „Ich kann nicht urnhin, Sie auf etwas aufmerksam zu machen, was Ihr, mir so nahestehendes Blatt, ebenso wie mich selbst angeht. Seitdem ich in Wien bin, sind nämlich in ,Ost und West' einige meiner slavischen Lieder erschienen, deren Veröffentlichung mir nichts weniger als lieb ist. Da ich Ihnen dieselben weder von Wien aus eingesandt, noch während meines letzten Aufenthaltes in Prag selbst übergeben habe, so muß ich mich sehr kränken, Arbeiten, die ich Ihnen vor Jahren gegeben und die Sie damals stillschweigend oder direkt nicht aufgenommen haben, jetzt abgedruckt zu sehen. Dahin gehören: ,Braut des Sturmes', die ,Mährischen Volkslieder4, von denen eines, ich glaube ,Grünes Wäldchen, Rosenwäldchen' sogar früher einmal schon in ,Ost und West' abgedruckt war. Besonders aber die zwei letzt erschienenen, von denen das eine in der ,Libussa' erschienen und, wie ich selbst gestehen muß, nicht mit Unrecht überall getadelt worden ist. Es ist mir so etwas umso unlieber, als es den Anschein hat, als ob ich dieselben Arbeiten vielseitig verwenden wollte. Ich muß Sie also bitten, von nun an, aus Rücksicht auf mich, nichts anderes zu drucken, als was ich Ihnen direkt einzusenden so frei sein werde. Daß ich dieses Jahr so nachlässig war in literarischen Arbeiten, hat seinen Grund darin, daß ich mit Eifer und Fleiß meinen Berufsstudien obliege. In den Ferien und nächstes Jahr will ich, wenn Sie erlauben, mit umso mehr Fleiß für ,Ost und West' arbeiten. Jonak22 ist bei Hammer Purgstall23 Hofmeister und ich - ich lebe lila! Das heißt nicht rosenrot und nicht grau!'"24 Undatiert, von Mitte September 1842: „Ein Krankenlager von mehreren Wochen hat mich sehr mitgenommen und bewegt mich, wenn auch ungern, Sie an Ihr gütiges Versprechen in Bezug auf die Probeszenen aus ,Sob6slav' zu erinnern! Sapienti sat est ."25 Undatiert, vom Ende des Jahres 1842: „Ich sammle jetzt meine Übersetzungen neuböhmischer Poesien, für die ich einen Verleger gefunden habe. Mehreres, das in ,Ost und West' gedruckt war, geht mir ab, z. B. die Gedichte aus ,Marinka' (Sommer 1841), die Jablonsky sehen Lieder (Winterkurs 1842) und das illyrische Lied (Sommerkurs 1842). . ." 8. Feber 1843: „Meine Bitte wegen der Abdrücke meiner Sachen in ,Ost und West', die ich in meinem letzten Briefe an Sie zu richten so frei war, muß ich so unbescheiden sein, zu erneuern. Ich bin mit der Umordnung meiner slavischen Poesien beschäftigt und die Gedichte, die ich Ihnen im letzten Briefe angegeben habe, kann ich unter meinen Schriften im Manuskripte nicht vorfinden. . . Herrn Ebert2ö meine devoteste Bewunderung seines Milojetz und Militza! Doch was kann diesem Titanen, dessen Vlasta das Buch geworden ist, mit dem ich jetzt zu Bette gehe und aufstehe, die Bewunderung, die Verehrung sein, die ihm ein Kapper zollt? Ein Weihrauchkorn, wo Tausende verehren." 407