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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 374

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 374)
Language
German
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IRI
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nimmt Umstellungen von Versen vor und ändert die Epitheta in unzulässiger Weise. In bezug auf das Versmaß bedient sich Kapper ebenso wie das Original des ungereimten Zehnsilbers mit der Cäsur nach der vierten Silbe. Den fünffüßigen Trochäus wählt er nach dem Vorbild Goethes und der Talvj deshalb, weil er dem deutschen Ohr wohltuend klingt. In den lyrischen Gedichten wendet Kapper den Acht- und Zwölfsilber an. Trotz den von Krejci angeführten Mängeln dürfte Kapper zu seiner Zeit nach der Talvj der beste deutsche Übersetzer serbischer Volkslieder gewesen sein.137 Sein Ruhm drang bis nach England, wo die „Gesänge der Serben" eine günstige Kritik erfuhren.138 IV. Dobfis Stadtarzt. Amtliche Relationen über Kapper. Mitarbeit an verschiedenen Zeitschriften. „Jahrbuch deutscher Belletristik". Kapper als Lyriker. „Vorleben eines Künstlers". „Die böhmischen Bäder". Die Übersetzung der Königinhofer und Grünberger Handschrift. Militärarzt und Kriegsberichterstatter in Italien. Übersiedlung nach Jungbunzlau Ein neuer Abschnitt beginnt in Kappers Leben mit der Eröffnung seiner ärztlichen Praxis in Dobffs im Sommer 1853139 und der ein Jahr später am 11. Juni 1854) erfolgten Verehelichung mit Moriz Hartmanns Schwester Anna.140 Am 10. März 1854 schrieb Kapper aus Duschnik, dem Heimatsorte seiner Braut, an den zukünftigen Schwager: „Keiner von uns hat es damals geahnt, daß ich Dir noch einmal, und zwar aus Deinem Vaterhause und an dem patriarchalischen Tische schreiben werde, an dessen oberem Ende Dir Vater und Mutter walten und Regiment halten. Und doch ist es so gekommen. Ich gestehe Dir, daß lediglich der erkannte Wert Deiner Schwester Anna maßgebend einwirkte." Obgleich Kapper in Dobfis die Stelle eines Stadtarztes bekleidete,141 ging es ihm dort nicht am besten. Die Praxis war sehr anstrengend. Im Sommer mußte er auf „antediluvianischen Wagen", im Winter auf landesüblichen Schlitten oft sehr weit über Feld fahren; dabei war die Praxis nichts weniger als einträglich. Daher war es immer sein Wunsch, in eine größere Stadt zu übersiedeln. Anfang Februar 1855 schrieb er seinem Schwager Hartmann nach Paris, er gedenke im Sommer eine größere Reise zu unternehmen und dann nach Prag zu ziehen. Seine Praxis sei, so schreibt er, quantitativ nicht gering, umso schlechter sei sie qualitativ, 363

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