Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 268)
- Language
- German
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angegeben. Die Besetzung mit Juden (38 D. 71 S.) oder Christen (5 D, 54 S.) ist dadurch bezeichnet, daß diese rot, jene schwarz geschrieben sind. Ähnlich sind auf der beigegebenen sehr schönen Karte die Namen der einen Orte rot, die der andern schwarz unterstrichen. „Jüdische Trafikanten, Brandwein und Pottaschenbrenner sind in den meisten Dörfern des Landes so zwar, daß die Karte ganz schwarz ausfallen würde, wenn solche alle bezeichnet werden sollten". Aus den Listen ergibt sich für die jüdischen Verleger ein Ertrag von....................... 143629 fl. 9 kr. für die christlichen Verleger ein Ertrag von........ 9 834 fl. 38 kr. im Ganzen .. .. 154457 fl. 47 kr. der beiläufige Ertrag des Subverlages 71 jüd....... 38146 fl. 24 kr. 54 christl..... 29013 fl. 67159 fl. 24 kr. Auf die Juden entfallen im Ganzen............ 181769 fl. 33 kr. Auf die Christen entfallen im Ganzen............ 38 847 fl. 38 kr. Insgesamt (mit Berichtigung eines kleinen Rechenfehlers des Originals).................. 220617 fl. 11 kr. c) Außerdem gewinnen alle Distrikts Subverläger und Trafikanten vom Kleinverschleiß 15% die vom Gesamttabakverbrauch 270790 fl. 12 kr. ausmachen. d) Bis hieher hat sich alles auf dem Boden der Tatsachen gehalten. Nun beginnt aber wieder eine kühne Berechnung. Für die Kosten der Zufuhr kommt der Kleinverschleiß auf. Es bleiben also den 109 jüdischen Verlegern 181769 fl. 33 kr. Reingewinn. Davon kommen je 500 fl. jährlich als Lebenserhaltungskosten für jede Familie ab, 27269 fl. 33 kr. gehen auf Geschenke und Bestechungen auf: daher verbleiben den Juden jährlich 100000 fl. für wucherische Spekulationen, in 25 Jahren zweieinhalb Millionen. Rechnet man nun die Bewucherung nur mit 10 bis 15%, so sind auf diese Weise den christlichen Bürgern 15 Millionen entzogen worden , von denen nicht ein Kreuzer in den christlichen Staatskörper zurückfließen kann. Das ist willkürliche Konstruktion; aber immerhin ist anzunehmen, daß die starke Beteiligung an der Tabakspacht den Juden auch bedeutende Vermögensrücklagen ermöglicht hat. Nun folgt aber im Allegat 4 eine noch phantastischere Berechnung. Durch 20 jüdische Pachtjahre 1764 bis 1784 sind jährlich 200000 fl. samt 20% Interessen — (woher die Zahlen?) —zum Kapital geschlagen worden. Das ergibt 44805091 fl., berechnet man nun nach aufgehobener Pachtung dieses Kapital wieder mit 20% Zinseszins durch fünf Jahre bis 257