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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 266

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 266)
Language
German
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nicht, wie die Geschichte Böhmens § 5to beweiset? Und haben sie itzt und in der nächsten zukunfft nicht 100 gelegenheiten mehr... das nemliche mit einem ungleich schrek... Erfolge zu bewerkstelligen? geb... sowohl hier in Prag als auf dem La... schon wieder Mediziner ab? und praktiziren sie nicht im Accouchement, und in der Chyrurgie? Verkaufen sie nicht Fleisch, Butter, Rosolio-Brandwein, Spezerey-Waren als Caffe Zucker gewürze etc. als Ess und Trinkwaren an die Christen?" Man beachte die Verwendung der rhetorischen Frage, ohne daß auch nur die mindeste Tatsache zur Begründung angeführt wird. Aber noch ärger ist, was gegen die jüdischen Tabakverleger vorgebracht wird: durch Beimischung eines nicht kostspieligen Pulvers unter den Tabak kann binnen 48 Stunden eine Gehirnentzündung des Benützers hervorgerufen werden. Bis jetzt haben sie allerdings den Tabak nur anders verfälscht, um mehr Gewinn zu erzielen. Aber nun haben die Juden durch das Studium der medizinischen Chemie die Möglichkeit, ein halbes Dutzend Gifte solcher Art mehr kennen zu lernen. „Gott behütte das Vatterland von dem erschr .. . Unheil, welches diese ausgear... und durch 72 Thalmutische gesäz Ar... gegen die Christen so bößartig ge... zion wegen ihrer gegenwärtig so Vor___hafften Dislocation im ganzen Lande . . . ihrer außerordentlichen Kraft... einem Zeit Raum von höchstens 14 Tagen auszuüben so Kraft als Willen hat". Man fragt sich beim Lesen, ob wirklich so verblendeter Haß vorliege, ob derartiges ernst genommen werden will oder ob bewußte Verleumdung vorliege. Aber man erkennt sehr bald, daß dieses Schreckbild zu einem ganz bestimmten Zwecke entworfen ist, um Stimmung zu machen für die Erreichung einer ebenso bestimmten Absicht. Die Christen werden unterdrückt und die Juden aller Orten in ihren erschlichenen Vorteilen geschützt. Beweis: Die Lage der entlassenen Bezirkssteuereinnehmer und ihrer Familien. Diese sollen als Versorgung die Stellen der jüdischen Tabaksverleger erhalten. Die Angelegenheit hatte Hofkanzlei und Staatsrat wiederholt beschäftigt . Die Hof kommission zur Untersuchung der Beschwerden der „Bankal- und Kammeralgefällsdirekzion"73 hatte vorgebracht, daß die Tabaksverläge in Böhmen meist in den Händen der Juden seien, obwohl erstens Juden nach § 8 der Instruktion nur dann genommen werden sollten, wenn keine christlichen Bewerber vorhanden seien, und eine weitere Verordnung befohlen hatte, bei der Verleihung der Verläge auf verdienstliche Offiziere, bei der der Trafiken auf Invaliden und Militärwitwen Rücksicht zu nehmen. Die Kommission beantragt, die Hofkanzlei solle die Direktion anweisen, sich künftighin die höchsten Befehle gegenwärtig zu halten; auch habe der Kaiser es nicht gnädig aufgenommen, daß von 41 Haupt- 255

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