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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 146

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 146)
Language
German
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IRI
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Fol. 41b, sub 2: Anno 1708, 11. Octobris. Memoriale des Salomon Gumpertz, jüdischen Ärzten, so er an Ihro Magnifizenz gegeben, und beschweret sich darinnen, wider den Apotheker Wolff Furth, daß er sich in die innerliche Kuren einlasse, und ihm sein StückelBrod wegnehme; bittet, ihm solches zu inhibiren. Resol. detur responsum domino Rectori Magnifico, er solle denjenigen Apotheker oder Juden zue der ordentlichen akademischen Session beschicken lassen und verklagen. Fol. 67a - b: Anno 1713, die 8. Martii. Doctor Voss assignat patientes morbo petechiali laborantes. ... Die in die Judenstadt abgesante Herr Wentzel Ignatius Pawlowsky, Herr Adam Augustin Jäckel, Medicinae Doctores und geschworne Physici, dan Johann Adam Riedel und Reinhard Leisten, Alt- und Neu-Städter Chirurgi, relationiren schriftlich, daß sie alldasige bede Apotheken ex improviso visitiret, auch das Judenspital und andere Häuser besichtiget, allein in geringsten nichts von ansteckenden, viel weniger von Petetschen, sondern nur allgemeine Krankheiten befunden, auch der Judendoktor sie versichert, daß dermalen wenig in der Judenstadt von Kranken befindlich wären. Welches alles den 9. Martii mit Beischlüssung der Attestationen A, B et C zur königl. Statthalterei berichtet worden, mit diesen Beisatz, daß die Gassen hin und wieder, besonders in der Judenstadt, auf dem Augezd und anderen Neben-Rechten allzu unsauber gehalten werden, wegen welchen s. v. Unflats kein Wunder wäre, wann die durch den großen Gestank, dann durch das kontinuirliche Fahren die colluvia sordium umbgerühret werden, infizirte Luft, einige unverhoffte Krankheiten, da besonders die Luft sehr unbeständig ist, und öfters stinkende Nebel zu schlagen, verursachen möchte. Fol. 86a; sub 6: Ao. 1713, 11. Augusti. Inter Judaeos terribiliter grassatur pestis. A dominis medicis et chirurgis adcitatis fuit relatum: Daß der Jud Newstädtel, Rabiner, diese Nacht gestorben, es seien bis 50 Judenhäuser infiziret, das Judenhospital mit Kranken angefillet, auch in der Jesuitergassen ein Weib und Kind krank an bubonibus. Die Juden begraben die Verstorbene auf den Kürchhof und werden täglich 6, 7, 8 bis 9 begraben. Resolutum fiat sine mora relatio sursum ad locumtenentiam. Fol. 94b - 95a, sub 1: 1713, den 15. Septembris. Woher die Beschauer zu nehmen. Wird gefraget, woher in der Not genugsambe Beschauer zu Visitirung der Kranken aufzutreiben sein möchten; darauf sein zum Vorschlag kommen ein getaufter Jud, wohnhaft in der Wassergassen. Item ein anderer beim Kalywoda oberhalb des Neustädter Seminarii; sodann die Badergesellen bei der Wittib an der Brucken und beim Frantz Wittigschlager, wie auch Wentzel König im fiskalischen Haus. Fol. 95b - 96a: 1713, den 15. Septembris. Chirurgi judaici specificare debent medicamenta hucusque pestiferis porrecta. Refertur, quod Sachsel, Primator et Seniores Judaeorum conquesti fuerint contra chirurgos judaicos, qui medicamenta darent magis nociva, quam salutifera. Und seie von einen hochlöbl. Consilio sanitatis der medizinischen Fakultät mitge- 141

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