Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 145)
- Language
- German
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Excell. dominus Pawlowsky: Si habent medicum a facultate approbatum, quare non deberent habere etiam apothecam approbatam. Excell. dominus Polentius: Est prohibitum a judaeis sumere medicamenta, ergo neque potest eorum apotheca approbari. Excell. dominus Jäckl: Si deberet apotheca judaeorum approbari, maximum fieret praejudicium Christianorum. Excell. dominus Fuchs: Fiat cum moderamine, non ut videatur approbari, sed ut visitetur, ne aliquid prohibiti aut venenati vendant. Excell. dominus Demaggi, se conformat. Excell. dominus Rings judicat, a visitatione prorsus abstinendum. Spectabiiis dominus Decanus accedit votis, ut quidem visitetur, sed tarnen ut prius audiantur christiani apothecarii. Fol. 20a-b: Ao. 1707, die 11. Aprilis. Missiva ab appelatione ratione pharmacopaearum judaicarum. 1. Relata missiva appellationis ratione apothecarum in judaica civitate, a quonam judaei habeant jus tenendi duas apothecas, et quid ratione illarum ab anno 1693 actum fuerit? Vocati desuper apothecarii et relecta ipsis haec missiva, comparuerunt Herr Müntzenritter von der Kleinseiten und Herr Frantz Stecher von der Altstadt, qui respondent, sie hetten ihre Privilegia, daß in der Judenstadt nichts mehr als nur eine einzige Apotheken sein solte. Resol.: Es soll ihnen das Missiv kommuniziret werden, auf daß sie ihren Bericht desto ehender hierauf erstatten mögen. Item so soll in dem Bericht von der Fakultät miteingerucket werden, daß sich Medici befunden, welche wissen, daß die Juden vor Zeiten nur eine Apotheken gehabt und daß sie andere etwan zwei Jahr vor der Pest allererst angefangen habe, wie aber und quo jure? sie solches getan. Item was seithero anno 1693 quoad privatum zwischen ihnen vorgegangen, müste man von denen Juden die Information abfordern. Item solte beigerucket werden, daß die Judenapotheker Gift und andere schädliche Sachen verkaufen, also billich wäre, daß man ihnen die Apotheken gar zessiren möchte. Fol. 22a, Nr. 3: Ao. 1707, die 6. Maij. Chirurgorum Klag wider die Juden. Die samentliche Herren Chirurgi beschweren sich, daß gewisse Juden hier seind, welche sich vor chirurgos ausgeben und sogar auch die Rekruten zu besichtigen und zu approbiren sich unterstehen. Resol.: Fiat ein Subsidionalschreiben nomine facultatis an den Herrn Kriegskommissarium Übel, daß dieser abusus eingestellet und zue solcher Approbation die Landchirurgi wie vorhin adhibiret werden sollen. Fol. 23b: Ao. 1707, den 13. Augusti auf Anordnung Ihro Spektabilität Herrn Decani seind dem jüdischen Apotheker Furth seine Abschriften oder Dokumenten seine jüdische Apothek betreffend auszufolgen verwilliget und dem Subbedello eingehändiget worden. Fol. 33b, sub 6: Recipe judaica detaxata. Ao. 1708, 9. Martij. Wolff Löbl, jüdischer Apotheker beschweret sich, daß die Juden ihme die Ausziegel oder Recipe nicht zahlen wollen, als wann er solche überschätzen tete, bittet umb Assistenz. Resol., er solle die Recipe erlegen und man werde sie taxiren lassen. 140