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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 133

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 133)
Language
German
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IRI
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30 Reichstalern hieselbst praevia approbatione des Collegii Medici die Toleranz als jüdischen Medico ad revocationem zu gestatten, wenn Ew. Exezellenz sonst dagegen nichts zu erinnern finden. Jedoch submittiren hochderoselben Entschließung wir solches lediglich. Breslau, den 24. Dezember 1755. M. Pfiiel, von Friedt, Meyer, Oppermann, v. Walther, Vieling, v. Normann, v. Arnim, Witte. An des würklich Geheimen Etats-, Kriegs¬ und dirigirenden Ministri, auch Chefpraesidenten Herrn v. Schlabrendorff Exzellenz, 12. Promotionsakten des Dr. med. David Kisch aus Prag. I. Gesuch um Zulassung zur Promotion, Halle, 28. Juni 1771, Reinschrift, jedoch vom Gesuchsteller nicht eigenhändig geschrieben, sondern nur unterschrieben. GStA. Berlin, Rep. 52, 159 n. 1. Allerdurchlauchtigster, großmächtigster König, allergnädigster König und Herr! Ew. Königl. Majestät wollen in Allerhöchsten Gnaden erlauben, höchst Demselben in alleruntertänigster Submission verzutragen, wie ich mich, um das Studium medicum fortzusetzen vor 8/4tel Jahren auf Dero hiesige Fridrichs-Universität begeben, und von dieser Zeit an, Collegia medica et philosophica frequentieret habe, nachdem zuvor 2 Jahr zu Groningen und IV2 Jahr zu Göttingen bereits studieret gehabt. Da aber anjetzo mein curriculum academicum zu beendigen, und Privilegia doctoralia zu erhalten, auch sodann mich wieder in mein patriam nach Prag zurückzubegeben, und daselbsten Praxin medicam zu exerziren mir vorgesetzet, zu dem Ende auch, E. Hochlöbl. medizinische Facultät hieselbst, wie beigefügtes Attestat ausweiset, meiner capacit6 halber mich bereits examiniret hat, dieselbe aber ohne Ew. Königl. Majt. allergnädigsten Spezialerlaubnis mir den Gradum Doctoris zu erteilen sich nicht ermächtigen könne, sondern vielmehr von Ew. Königl. Majt. solchen zuvörderst einzuholen, mir angeraten; als unterwinde mich demnach in aller Untertänigkeit, Ew. Königl. Majt. anzuflehen, Allerhöchst dieselben wollen allergnädigst geruhen, in Betracht dessen, daß zugleich meine Studia auf der hiesigen Fridrichs-Universität mit gehörigen Fleiß getrieben, an obgedachte medizinische Facultät in allerhöchsten Gnaden rescribiren zu lassen: daß dieselbe mir, da bereits examiniret, den Gradum Doctoris medicinae, der bisherigen Observanz nach conferiren, und das gewöhnliche Diploma doctorale hierüber erteilen möge. Der ich in tiefster Submission ersterbe, Ew. Königl. Majestät alleruntertänigster! Knecht Halle, den 28. Jun. 1771. David Jacob Kisch, medicinae Studiosus, gente judaeus, Pragensis. 1 Von diesem Wort an eigenhändig von David Kisch. 128

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