Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 134)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2644300-2644315--2538-2646884- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
n. Zeugnis der medizinischen Fakultät zu Halle. Halle, 28. Juni 1771. Reinschrift; Beilage zu dem Gesuch unter I.; GStA. Berlin, Rep. 52, 159, n. 1. Da der Candidatus medicinae, Herr David Jacob Kisch aus Prag, jüdischer Nation, von hiesiger medizinischen Fakultät ein beglaubtes Zeugnis seiner Geschicklichkeit in der Medizin seiner bevorstehenden Promotion wegen verlangt hat; so bezeugen wir Decanus, Senior und übrige Professores ordinarii der hiesigen medizinischen Facultät, daß gedachter H. Kisch nicht nur Zeit seines hiesigen Aufenthalts sich fleißig und ordentlich aufgefuhret, sondern auch sowohl in dem theoretischen Examine, als auch in dem Examine rigoroso practico in allen Teilen der Medizin gute Profectus erwiesen und die ihm vorgelegte Fragen geschickt beantwortet habe, folglich des ihm auf erhaltene Allerhöchste Erlaubnis zu erteilenden Gradus Doctoris wohl würdig sei. Urkundlich ist dieses Testimonium mit Bewilligung der Fakultät von dem zeitigen Decano durch die gewöhnliche Unterschrift und beigedrucktes Siegel desselben bestärkt worden. So geschehen Halle, den 28. Junii 1771. Jo. Pet. Eberhard, Fac. med. h. t. Decanus. HI. Königliches Konzessionsreskript mit Promotionserlaubnis• Berlin, 4. Juli 1771. Konzept, gez. Frh. von Zedlitz. GStA. Berlin, Rep. 52, 159 n. 1. Magdeburg. Berlin, d. 4. Juli 1771. Cand. medicinae Kisch, jüdischer Nation wegen nachgesuchter Doktorpromotion. Friedrich König. Unsern pp. Nach abschriftl. anliegender Vorstellung v. 28. m. pr. hat der Candidatus medicinae David Jacob Kisch jüdischer Nation alleruntertänigst Ansuchung getan, Euch zu seiner vorhabenden Doktorpromotion zu auctorisiren; unter Voraussetzung nun, daß eine genaue Prüfung der Fähigkeiten desselben vorgenommen worden, und also nicht zu befürchten sei, daß unsere dortige Universität auswärts in den Verdacht einer zu sehr leichtsinnigen Doctor-Kreirung kommen könne, wollen wir desselben Gesuch hiedurch deferiren und gestatten, daß Ihr mit seiner Promotion verfahren könnet. Seind pp. Berlin, den 4. Juli 1771. An die Medizinische Fakultät zu Halle. Frh. von Zedlitz. IV. Promotionsvermerk der medizinischen Fakultät zu Halle. Halle, 22. Juli 1771. Eintrag in den „Annales facultatis medicae", Archiv der medizinischen Fakultät in Halle. Series promotorum sub primo decanatu Nietzki: D. 22. Julii [1771]: [Pro gradu doctoris publice disputavit] David Jacobus Kischius, Pragensis, gente judaeus, specimen inaugurale de cholera exhibuit et gradum doctoris obtinuit, me decano promotore. 129