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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 122

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 122)
Language
German
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von der gesambten Judenschaft zu Prag pro Medico angenommen worden, umb gnädigste Erteilung eines Schutzpatents und Befreiung, damit er alldorten den jüdischen Krößen nicht tragen dörfte, alleruntertänigst supplicando gebeten, das habt Ihr aus hiebeigefügten alleruntertänigsten Anbringen des mehrern gehorsamst zu vernehmen. Gleichwie nun wir des Supplikanten alleruntertänigsten Petito, daß nemblichen derselbe ohne dem jüdischen Kröß alldorten zu Prag gehen möge, gnädigst zu fügen kein Bedenken tragen: Also haben wir Euch solches hiemit erinnern und mithin gnädigst befehlen wollen, daß, wofern Ihr hierwider einiges Bedenken hettet, uns solches zu Händen unserer königlichen Böheimischen Hofkanzlei mit nechsten gehorsamst berichten sollet. Hieran beschicht unser gnädigster Will und Meinung. Geben in unserer Stadt Wien den achtzehenden Monatstag Januarii im siebenzehenhundert änderten, usw. Jahre. Leopold. 8. Bericht der medizinischen Fakultät an Rektor und akademischen Magistrat der Prager Universität über das Examen medicum des Moses Gumpertz. Praes. Prag, 1. Juli 1719. Reinschrift. Univ. Archiv Prag, A 24. Zu gehorsamber Folge des von Ihro Exzell[enzien] und Gnaden denen königl. Herren Statthalteren an Ewer Magnifizenz und einen löbl. Akademischen Magistrat wegen des Moyses Gumpertz, des allhiesigen jüdischen Medicinae Doctoris Sohns, welchen er alte Gumpertz pro suo Adjuncto bei der Judengemeinde zu haben alleruntertänigst verlanget, ergangenen und mir als der Zeit der medizinischen Fakultät Decano zue dem Ende kommunizirten gnädigen Decreti, daß derselbe laut der von ihro kais. und königl. Majestät allergnädigst emanirten Resolution bei unserer Fakultät das Examen Medicum, ob er zu dieser Funktion kapabl seie, ausstehen solle; habe denselben pro dicto examine, welcher auch willig und gerne erschienen, beschicken lassen, und mit denen Herren Professoribus ordinariis, erstl. wie gebrauchlich ihn rigorose tentiret, sodann auch, nachdeme wir aus jetzt besagten Tentamine seinem in studio medico et correpetitionibus angewendeten großen Fleiß, wie auch in der bei oberwehnten seinem Vater akquirirten praxi gar gute Wissenschaft vernomen, ex universa medicina strictissime examiniret, in welchen Examine er Moyses Gumpertz nicht allein wohlbestanden, sondern auch auf die ihme proponirte verschiedene quaestiones medicas in lateinischer Sprach dergestalten prompte et docte geantwortet, daß er in dieser medizinischen Wissenschaft, die er durch oberwehntes Studium und Exercitium akquiriret habe, von uns gut fundiret zu sein befunden, wie auch obernanter Herren Professorum et Examinatorum voto et calculo in dicta arte medica merito approbiret und zue oberwehnter Funktion, sofern er den Gradum doctoratus medici auf einer solchen Universität, wo dergleichen Religions Leute promoviret werden pflegen, erhalten möchte, und ihro kaiserliche und königl. Majestät ihme diese Funktion allergnädigst zu konferiren geruheten, würdig befunden worden, welches Ewer Magnifizenz und einem löbl. akademischen Magistrat ich zu referiren nicht unterlassen sollen, verbleibende Ewer Magnifizenz und eines löbl. akad. Magistrats dienstwilligster Johann Frantz Low von Erlsfeldt, facultatis medicae p. t. Decanus. 117

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