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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 109

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 109)
Language
German
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310 Über die Geschichte der Zulassung der Juden zum Studium und zur Erlangung der akademischen Grade an anderen früher österreichischen Universitäten liegen folgende Arbeiten vor: Wien: Wolf, Studien zur Jubelfeier der Wiener Universität , S. 86 ff.; Max Neuburger, Die ersten an der Wiener medizinischen Fakultät promovierten Ärzte jüdischen Stammes, MGWJ. 62 (1918), S. 219 ff.; dazu Krauss, Ärzte, S. 79, Anm. 220; Graz: David Herzog, Fremd - im eigenen Staat; der erste an der Karl-Franzens-Universität in Graz immatrikulierte Jude; Sonderabdruck aus Bnai-Brith-Mitteilungen für Österreich, 29. Jahrg., Oktober 1929; Krakau: Johann Lachs, Die ältesten jüdischen Ärzte der Stadt Krakau, Festschrift für Hermann Baas, Hamburg und Leipzig 1908, S. 51. 311 Oben, S. 21.-312 Oben, S.21f., 32. 313 Abgedruckt bei Kisch, Urk. Nr. 10 I; vgl. dazu den Fakultätsbericht vom 1. Juli 1719, abgedruckt bei G. Kisch, MGWJ. 78 (1934), S. 358f. 314 Abgedruckt bei Wolf, S. 85 f. und MGWJ. 13 (1864), S. 195: „Cette nation perfide est exclute, comme je crois, dans les pays her£ditaires de tous les corps des arts et des metiers. - Or les lois ordonnent, que personne peut acquerir la maitrise, sans avoir pass£ les annees d'apprentissage chez un maitre examin6 et approuv£. - La facult6 de Vienne observe cela exactement toujours. Quand un homme demande Pexamen, il montre au Doyen sa lettre d' apprentissage, laqueile on donne ä examiner aux superieurs des chirurgiens ou beigneurs; si tout est trouv£ en bon ordre, on procede ä l'examen. - Je crois, que la meme loi est en Boheme; si on aurait observ6 la loi, ils n'auront jamais examin6 des juifs. - Mais la faculte a encore a Prague fait une chose plus indigne, ils ont tres superficielement examin£ un juif et pourtant donn£ une attestation ä cet homme, qu'il a soutenu l'examen. - Jamais un juif s'est present6 ä l'examen ä Vienne, et on le refusera toujours pour les raisons assignees. van Swieten". - In ähnlicher Weise erteilte van Swieten der Prager medizinischen Fakultät einen Verweis, weil sie im Jahre 1765 der Jüdin Chaile Betschin aus Bisenz ein Hebammendiplom ausstellte. Erst Kaiser Josef II. trug mit Dekret vom 12. April 1787 den Landesstellen auf, „besorgt zu sein, daß die Anzahl der jüdischen Frauen, welche sich in der Hebammenkunst unterrichten und an der Universität prüfen lassen wollen, vermehrt werde". Darüber ausführlich Wolf, Studien zur Jubelfeier, S. 84 f.; Lewin, JJLG. 14 (1921), S. 219 f.; Krauss, Ärzte, S. 76. Über die Zulassung jüdischer Hebammen zur geburtshilflichen Dienstleistung bei christlichen Frauen im Jahre 1850 vgl. „Der Orient", 11. Jahrg. (1850), Nr. 44, S. 176. 315 Näheres darüber im vorigen Kapitel. 316 Die Unmöglichkeit des Vorlesungsbesuches durch Juden an der medizinischen Fakultät in Prag ist ausdrücklich bezeugt aus Anlaß eines Rechtsstreites zwischen Dr. Abraham Kisch und Israel Simon Frankl, der jenem den religiösen Ehrentitel Chower absprach, weil er sich den Bart hatte abnehmen lassen. Kisch hatte zu seiner Verteidigung angeführt, daß an anderen Orten die Doctores teils der vornehmen Praxis wegen, teils „weil sie den Collegiis, disputationibus et actibus publicis beiwohnen", keinen Bart tragen. Die Prager Judenältesten wiesen dies aber mit der Begründung zurück, daß ein Vorlesungsbesuch in Prag nicht möglich sei („welches alles aber allhier denen jüdischen Medicis nicht zulässig"); vgl. das handschriftliche Berichtenbuch der israel. Kultusgemeinde in Prag, im Prager jüdischen Gemeindearchiv, S. 372 vom 29. Mai 1755, nach Mitteilung von Prof. Dr. Bruno Kisch in Köln; dazu Anonymus, Kleine historische Notizen, in der Prager Wochenschrift für Leben und Lehre im Judentum, „Die Wahrheit", 1871, S. 81. 317 Arch. Min. Inn. Prag, 1764 bis 1773, Publ. M. 2/176, Kisch, Urk. Nr. 28. 318 Arch. Min. Inn. Prag, 1774 bis 1783, Publ. M. 2/39, Kisch, Urk. Nr. 28 V. 319 Arch. Min. Inn. Prag, Dekretensammlung, 28. März 1778, Praes. den 7. April 1778; Kisch, Urk. Nr. 30. Vgl. G. Wolf, Eine Schlägerei zwischen christlichen und jüdischen Studierenden an der Prager Universität im Jahre 1777 in Moritz Böhmers Jüdischem Literaturblatt 6 (1877), N. 47, S. 187; von dort wort- 104

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