Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 100

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 100)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2644300-2644315--2504-2646850
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Juden an der Universität Duisburg zu Doktoren promoviert werden dürften, die im Jahre 1726 in bejahendem Sinne entschieden worden ist, erfolgte ein Hinweis auf den Vorgang an der Universität Frankfurt an der Oder: „Denn auch die Juden auf katholischen, italianschen, holländischen und anderen teutschen Universitäten promovieret worden, wie denn auch in Halle und Frankfurt an der Oder geschehen ist46; Kober, Rhein. Judendoktoren, S. 198. 180 So bei Moses Salomon Gumpertz, vgl. oben Anm. 135, 136; über die Promotion von Aron Gumpertz, des Lehrers Moses Mendelssohns, die am 19. März 1751 in Frankfurt an der Oder stattfand, Freudenthal bei Kaufmann- Freudenthal, S. 183 f. 181 Reskript an die medizinische Fakultät zu Halle vom 16. März 1749, GStA. Berlin Rep. 52, 159 n. 9, Bl. 70, Kisch, Urk. Nr. 11 II. Die außer dem Konzept zu diesem Reskript bei den Akten (Bl. 71) befindliche, eigenhändige, im Wortlaut etwas abweichende Niederschrift des vortragenden Rates B. von Bielfeld auf einem kleinen Zettel legt die Vermutung nahe, daß die Entscheidung nicht bloß im Namen des Königs, sondern auf Grund eines eigenen unmittelbaren Vortrags beim König erfolgte. 182 An anderen deutschen Universitäten wurde diese Gleichstellung mit den christlichen Doktoranden erst viel später erreicht, so in Gießen erst 1781, Adler, JJLG. 19 (1928), S. 249, Eintrag in den Universitätsakten: „Anno 1781 dem Juden Kandidaten Simon Meyer Cassel aus Bonn wird erlaubt, öffentlich zu disputieren, und ihm die Doktorwürde wie einem christlichen Kandidaten erteilt, welches allhier das erste Exempel bei einem Juden ist44. 183 „Annales facultatis medicae, angefangen im Jahr 1743, den 12. Juli", Eintrag des Dekans J. Juncker zum 25. Juni 1749, Archiv der medizinischen Fakultät in Halle, Kisch, Urk. Nr. 11 III. 184 Veröffentlichung dieses Reskripts mit eingehenden Ausführungen wird in der oben Anm. 177 angekündigten Arbeit erfolgen. 185 Näheres darüber im Abschnitt VIII dieser Arbeit. 186 Darüber ausführlich G. Kisch, Die Anfänge der jüdischen Gemeinde zu Halle, Jahrbuch „Sachsen und Anhalt" 4 (1928), S. 132-166; G. Kisch, Entwicklung und Verfassung der jüdischen Gemeinde zu Halle, Jahrbuch „Sachsen und Anhalt44 6 (1930), S. 306-336; G. Kisch, Kleine Beiträge zur Kulturgeschichte der Juden in Halle, daselbst 5 (1929), S. 332-346. 187 G. Kisch, Jahrbuch „Sachsen und Anhalt44 4 (1928), S. 149, Anm. 44. 188 In anderen deutschen Universitätsstädten sind in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts Judenfamilien geradezu angesiedelt worden, damit den jüdischen Studenten der Aufenthalt bei Glaubensgenossen während ihrer Studienzeit ermöglicht würde. So unterstützte 1780 der Magistrat von Duisburg das Gesuch eines Juden um Aufnahme seines Sohnes als ordentlicher Schutzjude, „weil er der einzige Jude in der Stadt wäre, der Nahrung treiben dürfe, es aber der Universität wegen gut wäre, daß eine Nahrung treibende Judenfamilie beibehalten werde, bei welcher die hier studierende Judenjugend unterkommen und gespeist werden könnte44; Kober, MGWJ. 75 (1931), S. 126; vgl. Fritz Baer, Das Protokollbuch der Landjudenschaft des Herzogtums Kleve, Berlin 1922, S. 64, Anm. 31, auch S. 78; 1786 wird der Universität Jena ein landesherrliches Reskript zur Erklärung vorgelegt betreffend „die Ansetzung einer oder ein paar Judenfamilien in Jena, die keinen Handel, sondern Kunstwirkerei treiben, und dadurch, daß die studierenden Juden desto eher hier dem Gesetze gemäß sich aufhalten, studieren und promovieren können,..."; Albert Wolf, Ein Gutachten des Senats der Universität Jena, MGWJ. 42 (1898), S. 473. 189 in seinem Promotionsgesuch vom 20. Juli 1751, GStA. Berlin Rep. 52, 159n. 9, Bl. 75, führt er aus: „.. .nachdem ich dem studio medico eine geraume Zeit in Frankfurth an der Oder und nachher in Dero Residentzstadt Berlin sieben bis acht Jahr lang, auch der Anatomie nebst andern Collegiis medicis et physicis obgelegen, sodann auf hiesige Universität Halle, um den gradum Doctoris zu er- 95

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.