Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 99)
- Language
- German
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angenommenen Todesjahres 1763; so zuerst bei v. Herrmann, Geschichte der Israeliten in Böhmen, S. 99 Anm. 1, dann bei Carmoly, Histoire des m£dicins juifs, S. 230 f.; L. Zunz, Die Monatstage des Kalenderjahres, Berlin 1872, S. 32; Ludwig Singer, JGJC. 5 (1933), S. 243. Das richtige Sterbedatum ist der 5. Juni 1803, laut Eintragung im Totenprotokoll (Buch 3003) des Prager Magistrats im Prager Stadtarchiv (Mitteilung von Prof. Dr. Bruno Kisch in Köln). Damit entfällt von selbst die Annahme eines zweiten Arztes Abraham Kisch, der „mit Mendelssohns Lehrer Dr. Abraham Kisch aus Prag nicht identisch" sein soll, wie noch Haim Borodianski in Moses Mendelssohns Gesammelte Schriften 16. Band, Hebräische Schriften: III. Briefwechsel, Berlin 1929, S. XCV Anm. zu Brief 267 ausführt, mit Berufung auf Lewin, JJLG. 15 (1923), S. 77 und Anm. 2. 175 Darüber und über die Sonderbehandlung jüdischer Doktoranden an der Universität Padua Warchal, 2ydzi polscy na Uniwersytecie padewskim, S. 53 f.; vgl. Ciscato, Gli Ebrei in Padova, S. 217 f.; Krauss, Ärzte, S. 84 f. Durch den katholischen Charakter war der völlige Ausschluß der Juden vom Studium an den Universitäten Prag, Wien und Krakau bedingt; über Prag vgl. oben I. Kapitel, über Wien Neuburger, MGWJ. 62 (1918), S. 219 f.; über Krakau Lachs, Festschrift für Hermann Baas, S. 52. In Frankfurt an der Oder wurden die Promotionen erst 1734 aus der Kathedralkirche „wegen Menagierung unnötiger Unkosten" in das große Universitätsauditorium verlegt; G. Kisch, Der erste in Deutschland promovierte Jude, MGWJ. 78 (1934), S. 356f. 176 In Heidelberg wurde 1728 Seligmann Elkan Bacharach „sine solemnitate in des promotoris hauss" promoviert, Rieger, Philippson-Festschrift, S. 179; daselbst 1737 SalomonEmanuel Wallich „nach gehaltener oration und abgeschwohrnen aparten judtenaydt super capita in statutis comprehensa sine omnibus solennitatibus in doctorem medicinae creyret; dessen gedruckte und distribuirte dissertatio medica inauguralis wäre de pleuritide"; Rieger, S. 181; die Bedingungen für die Promotion eines Juden in Heidelberg, die auch in Gießen übernommen wurden, waren folgende, Adler JJLG. 19 (1928), S. 248: „Erstlichen, daß man ersagten Juden ihre Specimina inauguralia trucken, auch diestribuieren zu lassen, mitt nichten aber publice et in locis academicis zu defendieren, erlauben könne. Zweytens müsse man die Juden auch in Anweisung der Herren Professoren, damit ihnen die gewöhnliche Jura ohne contradiction angedeyhen mögten, ein Juramentum, dessen Materialia e Statutis academicis, formalia aber aus Churpfälzischen Landrechten genohmen, etwa in den Senatsstuben abschwören machen, alsdann könnte mann drittens im Namen Omnipotentis Dei, doch ohne ferne Ceremonialien, auch mitt Auslassung aller a Summis Pontificibus, Imperatoribus et Principibus Palatinis erteilten und den Christen zukommenden praerogativen, Privilegien, die damit ihnen nur praxis Medica beliebet wurde, den gradum doctoratus conferieren". In Mainz fand 1788 die Promotion eines Juden „noch nicht eigentlich publice, sondern nur im anatomischen Theater44 statt, Kober, Rhein. Judendoktoren, S. 193, in Duisburg wurde gar noch 1817 ein Jude nur privatim promoviert, Kober, MGWJ. 75 (1931), S. 126 f., nachdem dort schon 1726 und 1752 öffentliche Promotionsdisputationen von Juden stattgefunden hatten, Kober, Rhein. Judendoktoren, S. 198,214. 177 Das von mir aus den Akten gesammelte Material über die jüdischen Studenten und Doktoren an der Universität Halle im achtzehnten Jahrhundert beabsichtige ich, in einer selbständigen Arbeit zu veröffentlichen und zu behandeln. 178 Majestätsgesuch, Halle, den 4. März 1749, GStA. Berlin Rep. 52, 159 n. 9, BI. 72, Kisch, Urk. Nr. 11 I. 179 Nichts darüber bei L. Lewin, Die jüdischen Studenten an der Universität Frankfurt an der Oder, JJLG. 14 (1921), 15 (1923), 16 (1924); ebensowenig bei Paul Reh, Die Fakultätsstatuten und Ergänzungen zu den allgemeinen Statuten der Universität Frankfurt an der Oder, Breslau 1900, wo auf S. 47 f. Aufzeichnungen über den Vorgang bei medizinischen Promotionen aus dem achtzehnten Jahrhundert veröffentlicht werden. - Auch bei Behandlung der Streitfrage, ob 94