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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1934-01-01 · 6 (1934) · page 95

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
6 (1934)
Date
1934-01-01
Page
– (sequence 95)
Language
German
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a zydzi [Die ehemalige Universität Wilna und die Juden], Sonderabdruck aus „Ateneum Wilenski", Heft 10-11, Wilna 1926. 145 Man vergleiche etwa den bei Kracauer, Geschichte der Juden in Frankfurt a. M. 2 Bd., S. 260 f. dargestellten Fall. 146 Neuburger, II. 1, S. 473 und Anm. 2; S. 470. Der Doktoreid, der bei der Kölner medizinischen Fakultät 1624 bis 1660 von den anderwärts Promovierten zu leisten war, enthielt den Passus: „...nec conversabor in practica medica cum judaeis practicantibus..."; Kober, Rheinische Judendoktoren, S. 204. 147 Darüber Krauss, Ärzte, S. 66 f.; 83; J. J. Schudt, Jüdischer Merkwürdigkeiten II. Teil, Frankfurt und Leipzig 1714, VI. Buch, § 23, S. 404, schlägt natürlich den gleichen Ton an und schreibt: „Daß aber die Herren Italiäner, sonderlich zu Padua, einen jeden Ignoranten und auch verächtlichen Juden, zur hochansehnlichen Doktorwürde in der Medicin so leicht admittiren, das macht die liebe Geldsucht, nach ihrem alten wohlhergebrachten Sprüchwort: ,Sumimus pecuniam et mittimus asinum in Germaniam', ,wir nehmen das Geld, und schicken den Esel wieder in Teutschland'". 148 Über ihn (gest. 1720 in Wien) berichtet eingehend auf Grund neuen Archivmaterials Wachstein II., S. 99-107, wo auch das Paduaner Doktordiplom aus dem Jahre 1707 abgedruckt ist. Vgl. noch Nathan Porges, Zur Lebensgeschichte Uriel da Costas, MGWJ. 62 (1918), S. 115, Anm. 1, worauf Krauss, Ärzte, S. 142, Anm. 415 hinweist. 149 Archiv der Universität Prag, A. 24, Bl. 30-33. vi* PRAGER JUDEN AUF DEUTSCHEN UNIVERSITÄTEN 150 Die Geschichte des Studiums von Juden an deutschen Universitäten ist bisher wenig erforscht. Die vorliegende Arbeit will aus dem von mir seit Jahren gesammelten Quellenmaterial zu diesem Problem einen ersten Beitrag liefern, dem hoffentlich weitere folgen können. Die Schwierigkeiten solcher Forschungen sind in der schweren Zugänglichkeit und eigenartigen Beschaffenheit der in Betracht kommenden Quellen begründet. Sind auch viele Universitätsmatrikeln bereits gedruckt, so fehlen doch noch die wichtiger Universitäten und später Jahrhunderte. Zusammenstellungen der veröffentlichten Quellen zur Universitätsgeschichte finden sich bei Erich Weissenborn, Quellen und Hilfsmittel der Familiengeschichte, 3. Aufl., Gotha 1930, S. 77 ff.; Wilhelm Falckenheiner, Universitätsmatrikeln, Göttingen 1928. Dekanatsbücher und Promotionsalben sind zumeist unveröffentlicht. Den handschriftlichen Namensverzeichnissen ist, - selbst von den Schwierigkeiten der Einsichtnahme abgesehen, - nicht leicht beizukommen. Nur ausnahmsweise sind die jüdischen Studenten wie in der Heidelberger Universitätsmatrikel auf einem besonderen Blatte verzeichnet. Aus den Namen allein lassen sich häufig sichere Schlüsse nicht ziehen, die Bezeichnungen: „judeus", „gente judeus", „jüdischen Geschlechts", „jüdischer Nation", „portugiesischer Jude" oder ähnliche fehlen im achtzehnten Jahrhundert nicht selten. Die Bearbeitung dieser Quellen, die daher oft zu eingehenden weiteren Nachforschungen personen- und familiengeschichtlicher Art nötigt, gestaltet sich somit nicht leicht. Deshalb ist für die wissenschaftliche Verwertung dieses Quellenmaterials, das in hervorragendem Maße vor allem der Familiengeschichte dienen könnte, bisher so wenig geschehen. Einzelne Beiträge zur akademischen Personengeschichte bietet die oben in Anm. 71 zusammengestellte Literatur zur Geschichte jüdischer Ärzte, sodann Kaufmann-Freudenthal, Die Familie Gomperz, passim, für verschiedene Universitäten; Freudenthal, Aus der Heimat Mendelssohns, S. 179, Anm. 1, für die Universität Halle; dazu noch Zeitschrift für hebräische Bibliographie 14 (1910), S. 117 ff., 158 f. Da die Verfasser dieser Werke jedoch andere als universitätsgeschichtliche Ziele verfolgen, 90

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