Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 91)
- Language
- German
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Juden aus Frankreich im Jahre 1306 wesentlich ungünstiger gestaltet. Näheres bei Neuburger II. 1, S. 472, Anm. 2; Landau, S. 43 f. 122 Warchal, a. a. O., S. 57; vgl. Lewin, JJLG. 14 (1921), S. 228. *23 pick, Jessenius, S. 4 ff. Übrigens stammte Jessenius nicht etwa aus Prag; sein Geschlecht war in Ungarn beheimatet, er selbst in Breslau geboren und erzogen; Pick, S. 1 f. 124 Horovitz, Jüdische Ärzte in Frankfurt am Main, S. 13; Lieben-Hock, Gal-Ed, S. 45; Enc. Jud. 5, S. 919. 125 Über Dr. Herz Wallich und Dr. Moyses Burga Clava ausführlich weiter unten. 126 Vgl. Kaufmann-Freudenthal, Die Familie Gomperz, S. 370ff.; Jakobovits, JGJÜ 3 (1931), S. 162 f.; G. Kisch, Der erste in Deutschland promovierte Jude, MGWJ. 78 (1934), S. 350 ff. Er war 1662 zu Lippstadt geboren und ist in Prag am 28. Cheschwan 5489 (30. Oktober 1728) gestorben. So ist das Sterbedatum in der Grabschrift bei Lieben-Hock, Gal-Ed, Nr. 39, nach Kaufmann-Freudenthal, S. 378, Anm. 1 und 2, zu verbessern, ebenso bei Popper, S. 30 und Geigers ZGJD. 5 (1892), S. 375; sie lautet in deutscher Übersetzung: „Am Ausgang des Sabbat, den 28. Marcheschwan 5489 [1728]. Hier ruht Salman, erfahrener Arzt für viele in Prag und auf dem flachen Lande, Sohn des vornehmen Bendit Emrich aus Lippstadt. Er wagte sein Leben und er verließ die Gemeinde nicht zur Zeit der Pest, um anderen das Leben zu retten". - Unbekannt ist bisher gewesen, daß Dr. Salman Gomperz vor seiner Übersiedlung nach Prag auch in Wien ärztlich tätig gewesen ist, worüber sich in den Akten des Archiv. Min. Inn. Prag, Neue Manip. P1/7/70 ein Zeugnis der Wiener medizinischen Fakultät erhalten hat. Dieses und andere Zeugnisse von Salman Gumperz bei Kisch, Urk. Nr. 5, III. 127 Einzeluntersuchungen über die Geschichte des Studiums von Juden an holländischen Hochschulen, besonders an der Universität Leyden, fehlen. Gerade für diese Universität werden die Forschungen dadurch erschwert, daß dort jüdische Studenten vielfach ohne einen sie als Juden kennzeichnenden Zusatz in die Matrikel eingetragen sind; vgl. Adler, JJLG. 19 (1928), S. 246. Über Juden an der Universität Leyden: D. Kaufmann, Aus Heinrich Heines Ahnensaal, Breslau 1896, S. 92, Anm. 2; Freudenthal, Aus der Heimat Mendelssohns, S. 132; dazu Freudenthal, Notiz in der Zeitschrift für hebräische Bibliographie 14 (1910), S. 158; Kaufmann, Gesammelte Schriften 3. Bd., S. 299; Krauss, Ärzte, S. 74. - Theodor Wotschke, Polnische Studenten in Leyden, Jahrbücher für Kultur und Geschichte der Slaven, neue Folge 3 (1927), S. 461 ff., behandelt nur Studierende evangelischen Glaubens. — Für Utrecht vgl. Freudenthal, Notiz a. a. O.; Helena Poppers, De joden in Overijsel, Utrecht und Amsterdam 1926, S. 59; Rosenthal, MGWJ. 77 (1933), S. 455; Krauss, Ärzte, S. 80. 128 Am 2. Mai 1684. Die Dissertation von Salomon Gumpertz, De Cephalalgia [Lugduni Bat.] 1684, bei Abr. Elze vir erschienen, 20 Bl. 4°, hatte die Gattungen, Entstehungsursachen und Heilmethoden des Kopfschmerzes zum Gegenstande. Die hebräischen Zutaten zur Doktordissertation geben Zeugnis davon, daß der Doktorand mit den medizinischen auch Kenntnisse im biblisch-hebräischen und rabbinischen Schrifttum vereinigte; Näheres bei Kaufmann-Freudenthal, S. 372 ff., wo die lateinischen und hebräischen Widmungsgedichte wiedergegeben werden. - Übrigens sind die hebräischen Zutaten zu medizinischen Dissertationen jüdischer Doktoranden nicht so „ungewöhnlich befremdlich", wie Kaufmann, S. 373, meint. Sie entsprachen vielmehr, den ähnlichen lateinischen und deutschen Lobhymnen und Gratulationsgedichten nachgebildet, der Sitte der Zeit und sind verschiedentlich zu finden, so auch am Ende der Dissertation des Moses Salomon Gumpertz (vgl. weiter unten Anm. 135), und u. a. in folgenden Halleschen medizinischen Dissertationen: Jonas Mischet Jeitteles, Theoria ac therapia fluxus diabetici, Halle 1755 (unten Anm. 193), S. 23; Jeremias Aronson aus Potsdam, De haemorrhagiae narium ac gingivarum salubritate loco fluxus menstrui casu quodam comprobata, Halle 1772, S. 21 (ein Exemplar in der Universitätsbibliothek Halle). Durch derartige 86