Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 89)
- Language
- German
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V. DIE AUSBILDUNG DER PRAGER JÜDISCHEN ÄRZTE BIS ZUM BEGINN DES ACHTZEHNTEN JAHRHUNDERTS 108 Neuburger, Geschichte der Medizin II., 1, S. 464. 109 So Güdemann III., S. 198 und auch zum Folgenden; vgl. Krauss, Ärzte, S. 53 f., 83, 144 f. 110 Vgl. die oben in Anm. 80 angeführten Quellen, besonders Lieben-Hock, Hoch-Kaufmann und Popper. - In Frankfurt am Main pflegten die jüdischen Ärzte nicht allein ihre Söhne, sondern auch fremde Jünger der Heilkunde in ihren Beruf einzuführen, wofür sie sich ein ansehnliches Honorar bezahlen ließen; darüber Kracauer, Geschichte der Juden in Frankfurt am Main, 2. Bd., S. 270; vgl. Adler, JJLG. 19 (1928), S. 242 f; auch Krauss, Ärzte, S. 86 f. in Oben S. 16 f. 112 Grabinschrift ohne deutliche Datumangabe bei Popper, S. 32: „Hier ruht die Hebamme und Wöchnerin [Mutter], die bescheidene [fromme Frau] Nechama, Tochter des Arztes Baruch, Frau des Arztes Natanael Leon" [sei. Andenkens]. 113 Vgl. Meyer-Steineg und Sudhoff, Geschichte der Medizin, S. 341; Neuburger, Geschichte der Medizin II. 1, S. 463. H4 Ohne Namensnennung erwähnt bei Jaroslav Prokeä, Die Prager Judenkonskription vom Jahre 1729, JG JC 4 (1932), S. 328; die Namen hat mein Bruder Professor Dr. med. Bruno Kisch in Köln aus den Akten ermittelt. H5 Stephen D'Jrsay, Histoire des universitär francaises et £trangeres des origines ä nos jours I., Paris 1933, S. 102 ff.; Neuburger, S. 280 ff.; Landau, S. 29 f., 55ff.; Krauss, Ärzte, S. 20. Allgemein über Salerno Karl Sudhoff, Salerno, eine mittelalterliche Heil- und Lehrstelle am Tyrrhenischen Meere, Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin 21 (1929), S. 43 ff., wo jedoch des von allen anderen Forschern betonten arabisch-jüdischen Anteils nicht gedacht wird. H6 D'Jrsay, a. a. O., S. 110ff., Neuburger, S. 281, 317ff.; Landau, S. 40ff.; Georg Caro, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit, 2. Bd., Leipzig 1920, S. 84 f., 295 f., mit vielen Quellen- und Literaturnachweisen; Krauss, Ärzte, S. 21 f., 66. 117 Vgl. besonders Landau, a. a. O. und Neuburger, a. a. O.; D'Jrsay, a. a. O., S. 103, 105, 112 ff. H8 Das Projekt ist ersichtlich aus einem hebräischen Sendschreiben, welches von R.David Provenzali und seinem Sohne, dem Arzt Abraham Provenzali, Doktor der Philosophie und Medizin, in Mantua im sechzehnten Jahrhundert an hervorragende jüdische Gemeinden versendet wurde. Sein Wortlaut ist in deutscher Übersetzung veröffentlicht und erläutert von M. Güdemann, Ein Projekt zur Gründung einer jüdischen Universität aus dem sechzehnten Jahrhundert, in der Festschrift zum siebzigsten Geburtstage A. Berliners, Frankfurt am Main 1903, S. 164-175. Dort wird ausgeführt, die Verfasser hätten die Verkehrtheit wahrgenommen, „daß man sich um das ewige Leben nicht kümmert und nur den Angelegenheiten des zeitlichen sich widmet oder fremde Wissenschaften auf den Universitäten der Nichtjuden [„bebate qirqesaot sei gojim"] studiert, wodurch man deren Handlungsweise sich angewöhnt. Die Thora aber legt Trauer darob an, daß man in dem Nebensächlichen sein Heil sucht und die Hauptsache vernachlässigt. Deshalb habe ich beschlossen, mit Gottes Hülfe mein Haus zu einem Lehrhaus einzurichten, in welchem bevorzugte israelitische Jünglinge ihr Bedürfnis nach Thora und Wissenschaft befriedigen können" (S. 167). Darauf wird eingehend in 12 Paragraphen ein genau ausgearbeiteter Lehr- und Studienplan entwickelt. § 9 (S. 170): „Bestimmte Stunden sollen auf den Unterricht im Lateinischen verwendet werden, das jetzt beinahe notwendig in unseren Gegenden ist..§ 10 (S. 171): „Die des Lateinischen Mächtigen werden sich mit der über Logik, Philosophie und Mathematik vorhandenen Literatur stufenweise vertraut machen, sodaß, wer Arzt wer- 84