Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 6 (1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 83)
- Language
- German
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Bonn 1883-85; zu S. 483, Anm. 8: vgl. G. Sacerdote, Deux Index expurgatoires des livres h£breux, Versailles 1895, Sonderausgabe aus REJ. 30 (1895), S. 257 ff.; ferner The Jewish Quarterly Review N. S. 1 (1910), S. 113-121; Isidore Loeb, REJ. 1 (1880), 2 (1881); zu S. 485, Anm. 20: Zunz, a. a. O., S. 148 f.; zu S. 487, Anm. 35: Alexander Marx, Some Notes on the History of David Oppenheimers Library, REJ. 82 (1926), S. 451-460; zu S. 488, Anm. 39: Der Zensor Professor Franz Haslbauer hat sich auch literarisch mit den Juden beschäftigt, und zwar zum Zwecke ihrer Bekehrung. Folgende zwei Werke, die auf gegenüberliegenden Seiten jüdisch-deutsch und deutsch veröffentlicht wurden, sind bekannt: 1. Gründlicher Bericht von dem Christentum. Erster Teil: Was die Christen glauben und nicht glauben. Allen Kindern Israel zur Erkanntnus der Wahrheit vorgetragen; Prag, gedruckt in der Carolo-Ferdinandäischen Buchdruckerei in Collegio Soc. Jesu, 1719 und 1720; ein Exemplar besitzt die Bibliothek des jüd.-theolog. Seminars von Amerika in New York; 2. Kurtzer Inhalt des Christlichen Gesatzes in 100 Unterweisungen, Prag 1729 bis 1730; Catalogue of the Hebrew Books in the Library of the British Museum, London 1867, S. 280. 67 Ob sich Prager Juden vielleicht bisweilen durch den Empfang der Taufe den Zugang zum Universitätsstudium verschafften, läßt sich ohne sehr zeitraubende Nachforschungen mit Sicherheit nicht ermitteln, solange die Prager Universitätsmatrikel zum allergrößten Teile ungedruckt ist. Ich möchte vermuten, daß es sich nur um vereinzelte Fälle handeln könnte, wenn solche überhaupt nachweisbar sein sollten. Denn auch sonst hört man von Judentaufen in Prag aus den Quellen höchst selten. Obwohl etwaige getaufte Juden als Studierende eine Verbindung zwischen Universität und Juden gewiß niemals hergestellt haben können, sollte hier doch wenigstens der Hinweis auf die Möglichkeit eines solchen Berührungspunktes nicht unterbleiben. - Über getaufte Juden an der Heidelberger Universität P. Rieger, Deutsche Juden als Heidelberger Studenten im achtzehnten Jahrhundert; Festschrift für Martin Philippson, Leipzig 1916, S. 179. - Über getaufte Juden aus Prag: Paulus Aemilius, 1558 in Nürnberg getauft: Theodor Wotschke, Prager Briefe an Balthasar Meisner in Wittenberg, MGDB. 63 (1925), S. 55 f.; Wotschke, Geschichte der Reformation in Polen, Leipzig 1911, S. 242, 299, Anm. 13; Louis Lewin, Jüdische Proselyten in Großpolen, JJLG. 9 (1912), S. 499 f.; Der jüdische Arzt Simon Lewi, getauft 1672: Proke§, JGJC. 1 (1929), S. 82; Jakob Taussig aus Prag, im November 1774 in Breslau evangelisch getauft, dann Johann Christian Wilhelm Gotthilf genannt, seit 1778 in der juristischen Fakultät zu Frankfurt an der Oder immatrikuliert: Lewin, JJLG. 15 (1923), S. 92; allgemein über Judentaufen in Prag im siebzehnten Jahrhundert Käthe Spiegel, Die Prager Juden zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, S. 125 f. IV. JÜDISCHE ÄRZTE IN PRAG 68 Das Thema des folgenden Abschnittes kann nur skizzenhaft behandelt werden. Eine Ausschöpfung des reichen Quellenmaterials ist im Rahmen der vorliegenden Arbeit natürlich nicht möglich. Die Geschichte der jüdischen Ärzte und des Medizinalwesens der Prager Judenstadt hat eine monographische Darstellung bisher nicht gefunden. Beiträge zu einer solchen sind von der Arbeit Bruno Kischs9 Geschichte der Familie Kisch aus Chiesch zu erwarten, die demnächst erscheinen wird. Knappe Notizen finden sich bei E. Heinrich Kisch, Erlebtes und Erstrebtes, Stuttgart 1914, S. 10. Was Krauss, Ärzte, S. 24, über die Judenärzte in Böhmen bringt, ist völlig unzulänglich; ebenso unergiebig für dieses Thema ist auch die alte Studie von Josef Ritter von Hasner, Die älteste Medizin in Böhmen, [Prager] Vierteljahrsschrift für die praktische Heilkunde 90 (1866), S. 1-35. 69 Vgl. oben S. 3 ff. und Anm. 19. 78