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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 303

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 303)
Language
German
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Riegger. Ritter. Königl. Böhm. Gubernialrath. Bd. I. S. 415 Numero der Familien. Jüdische Altstadt 168. Neustadt 2. Juden Altstadt. Männlich: Verheurathete 132.- Ledige und Witwer 208. - Neustadt 2. - 2. - Hierzu das weibliche Geschlecht. Altstadt 438. - Neustadt 4. Summa der Juden 786. - In der Judenstadt wohnten: Männlich, Verh. 1319. - Ledige und Witwer: 2240, weibl. G. 4126. - Summa 7341. Im ganzen in Prag 8127 Juden. 93 Der Wortlaut eines Berichtes der Hof kanzlei in der Angelegenheit Frankel würde eigentlich darauf hindeuten, daß von dieser Erlaubnis nur sparsamer Gebrauch gemacht wurde. Es heißt in dem Vortrage v. 18. Jan. 1790 (St. Strch. St. R. v. 26. Jan. 1790, Nr. 273/1790): „Infolgedessen zeigt die Kanzlei an, daß, da in Prag eine eigene gesperrte, von der Christenstadt abgesonderte Judenstadt besteht, der Regel nach in der Christenstadt gar keine Juden wohnen sollen und bisher nur einigen Großhändlern gestattet worden sey, Christenhäuser zu erkaufen unter der Bedingung ... daß sie lediglich mit ihren Familien darinnen wohnen dürfen." Aber ob diese Formulierung, die nicht geradezu unrichtig ist, aber doch die im Texte und Anm. 91 nachgewiesenen Tatsachen verschweigt, nicht gewählt wurde, um die beabsichtigte Entscheidung - Abweisung Frankels - herbeizuführen? 94 St. Arch. St. R. 2062/1784 Auskunft des b. ö. Obersten Hofkanzlers Grafen von Kollowrat v. 5. Juni 1784 über 11 Stücke allerhöchst bezeichnete Bittschriften Nr. 9. 95 St. Arch. St. R. 2725/1784 Vortrag der Ver. b. ö. Hofk. über die Allerhöchst bezeichnete Bitte des Prager Juden Baruch Low Kollin. 96 St. Arch. St. R. 2644/1786 Circulandum der b. ö. Kanzley ddo 23. Juny 1786. 97 Über die ganze Angelegenheit ausführlicher: Singer: „Aus dem Leben eines Kaufmanns" a. a. O. 98 Arch. d. Min. I. Prot, der b. ö. Kanzlei Böhmen, 1786, S. 988. - Sept. Nr. 85. 99 Ebendort S. 1029. - Nr. 10 v. Okt. -100 St. Arch. St. R. 1408/1786. - 101 St. Arch. St. R. 1789. Nr. 2669 - 2703. - 2990-3362. - 3614. - 3800. 102 Die anläßlich der Neuordnung des jüdischen Steuerwesens und des Abschlusses des Steuerpachtvertrages v. 1. Nov. 1789 vorgenommene Erhebung ergab (Archiv, s. o. II. 423ff. XXIV Von der dermaligen Judensteuer in Böhmen.): Fatiertes Vermögen der Juden: Landesjudenschaft..... 5,430.022 fl. Prager Judenschaft.................. 5,254.325 „ Das dermalen unversteuerbare Vermögen der Juden, die nicht 150 fl. haben: Landesjudenschaft........... 302.125 ,, Prager Judenschaft.................. 50.563 „ 11,037.035 fl. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese Summe unter dem wirklichen Stande zurückbleibt; denn es ist kaum anzunehmen, daß die Vermögensbekenntnisse, trotzdem sie nach § 7 des Pachtvertrages unter dem großen Banne abgegeben werden mußten, wesentlich genauer waren als etwa heutzutage die unter eidesstattlicher Versicherung abgegebenen Einkommensteuerbekenntnisse. Reichere Juden suchten sich der Einsicht in ihre Vermögensverhältnisse, der Unannehmlichkeit des Einbekenntnisses dadurch zu entziehen, daß sie z. T. recht bedeutende Pauschalbeträge anboten. (St. Arch. St. R. 1789: 3795.-3846-1790: 276.-1132.-3579.) Gegen diese Versuche wehren sich andere Steuerträger: St. Arch. St. R. 4145/1789: Einige Prager Juden bitten, die Vermöglicheren unter ihnen von der Vermögensfatierung nicht zu befreyen. - Immerhin läßt das einbekannte Vermögen die von Meermann gegebene mehr als fünfmal so hohe Schätzung als übertrieben erscheinen. Denn auch Steuerhinterziehungen halten sich der Natur der Sache nach i. a. in gewissen Grenzen und allzu auffällige Verfehlungen waren auch dem Nichtgewissenhaften bedenklich, da nicht nur hohe Strafen angedroht waren, sondern dem Denunzianten auch reiche Belohnung winkte. (Pachtvertrag: Sechstens.) - Aus den oben genannten Zahlen erhellt die überwiegende wirtschaftliche Kraft der Prager Judenschaft. Sie weist bei 19 Prozent der Familienzahl und 17% Prozent der Kopfzahl 308 78

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