Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 144)
- Language
- German
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ger Sohn Abraham Josel, der der Obrigkeit ein Schutzgeld von 10 fl. jährlich entrichtete. Im zweiten Hause wohnte der sechsundachzigjährige Joachim Löbel. Er stammte von der Herrschaft Koschennberg und wohnte in Jitschin seit 1676. Seine Frau Marthale, 67 Jahre alt, war aus dem Stamme Jakob. Sie hatten einen achtundzwanzigjährigen ledigen Sohn Jakob. Joachim Löbel zahlte statt des Schutzgeldes der Obrigkeit einen Jahreszins von 12 fl. Als Hausierhändler verdiente er angeblich 50 fl. jährlich und seine beiden Söhne je 20 fl. Der Stadt zahlte er monatlich 15 kr. Kontribution. Mit ihnen gemeinsam wohnte in diesem Hause Feischel Josel (36 Jahre alt), aus Jitschin gebürtig, samt seiner Frau Salomena (27 Jahre alt) und mit den Kindern Jakob (12 Jahre), Salomena (16 Jahre), Esther (6 Jahre), einem ungenannten vierjährigen Sohn und dem zweijährigen Benjamin. Er zahlte der Obrigkeit ein Schutzgeld von 12 fl. und verdiente als Bader jährlich 50 fl.; er war Mitbesitzer des Hauses Nr. 2. Im 3. Hause wohnte Mojsl Benjamin (46 Jahre alt), aus Jitschin gebürtig, samt seiner vierzigjährigen Frau Bema, aus Jungbunzlau gebürtig, und mit den Kindern Markus (20 Jahre), Jakob (17 Jahre), Feischel (14 J.), Mändl (8 J.) und der Tochter Fögle. Er zahlte an Schutzgeld 15 fl. jährlich und der Stadt 21 kr. monatlich als Kontributionsbeitrag. Der Vater und der ältere Sohn nährten sich von Hausierhandel und verdienten jährlich zusammen 60 fl. Mit ihnen wohnte Jakob Löbl (33 J.), aus Jitschin gebürtig, samt seiner Frau Marie, gebürtig aus Kolin, und mit zwei Töchterchen (6 und 3 Jahre alt). Er handelte mit unterschiedlicher Krämerware am Ringplatz in einem gemieteten Laden, von dem er einen jährlichen Pachtzins von 16 fl. zahlte, der Obrigkeit ein Schutzgeld von 13 fl. jährlich und 6 fl. Kontribution an die Stadt; er verdiente nach seiner eigenen Angabe 81 fl. Das Haus Nr. 4 gehörte gemeinsam dem Abraham Josl (siehe Haus Nr. 1) und dem David Sladkus (Sladkes). Der Letztere war aus Jitschin gebürtig, 44 Jahre alt und wohnte in dem Hause mit seiner Frau Midi und drei Töchterchen. An die Obrigkeit zahlte er jährlich ein Schutzgeld von 12 fl. und verdiente als Hausierhändler jährlich 40 fl. Gemeinsam mit Abraham Josl zahlte er der Stadt monatlich 20 kr. 4% d. als Kontributionsbeitrag; Abraham Josl selbst zahlte der Obrigkeit ein Schutzgeld von 10 fl. jährlich. In diesem Hause wohnte ferner Samuel Josl (68 Jahre alt) samt seiner fünfundzwanzigjährigen Frau und vier Kindern (von denen drei Söhne in Prag dienten); Hausierhändler von Beruf, wies er einen Jahresverdienst von 50 fl. aus; Zins zahlte er keinen, denn er wohnte bei der Tochter. Das 5. Haus gehörte dem kinderlosen Alexander Goldschmied, gebürtig aus Jitschin, der eine gewisse Bellina aus Bidschow zur Frau hatte. 11 147