Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 73)
- Language
- German
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2ida Buchtrukera jest mi od Päna Cisarskeho rychtare Staromestskeho Skrze jeho Mfcstskeho Pisafe krukäm wpraze dodäno. Takovau resoluti sem nani vöinil A zas Pänu Cisarskemu Rychtafi skäzal: Na terminy a Za nos Wodeni ja se nedara navesti 2idem viceji. Jestli se wid£ (?) Pänu Cis. Rychtäri a on zato Stati chce do dwau nedel Powoluji aby byl Puäten Zarestu a zas nespokojüi mne aby do tohoz arrestu sedostawil atam züstawil domeho kontentiroväni mne dluhu. 48 Wahrscheinlich aus seinem Neudecker Eisenhammer. 49 Sacerdos hebr. "pz. Bernhard Fanta ist identisch mit dem im Jahre 1676 verstorbenen Judenrichter Beer Fanta Kohen (dessen Grabsteininschrift in Gal-Ed Nr. 147). Da er dem Geschlechte der Priester (Kohanim) gehörte, fügte er seinem Familiennamen Fanta noch das schön klingende lateinische „Sacerdos", in seinen späteren Briefen Sacerdot oder Sacerdotte zu, wie Jakob Tuschkauer aus dem Geschlechte der Leviten44 seinen Familiennamen das Wort „Levita" zufügte. In seiner Grabschrift wird er als Fürsprecher und Anwalt der Gemeinde, als Mäzen und Wohltäter gerühmt. Im Jahre 1654 gehörte er zu den Ältesten der Prager Judengemeinschaft (vgl. Jakobovits, 1. c. S. 260 u. Anm. 24). 50 Salomon Kauder starb im Jahre 1652. Laut Angabe auf seiner Grabinschrift war er mehrere Jahre Vorsteher der Prager Judenschaft (vgl. Hock-Kaufmann 1. c. S. 309). 51 Mendel Lazarus war Vorsteher der Klaussynagoge. Er starb 1651. (Vgl. Hock-Kaufmann 1. c. S. 182.) 62 Salomon Würmbs ist vielleicht identisch mit dem späteren Hof juden Salomon Wurmb, der im Jahre 1661 in Wien 200 Stück Tuch für die kaiserliche Armee lieferte (vgl. Grunwald I. c. S. 12). 53 Es handelt sich hier um drei von Frau Liduska v. Hradistf ausgegebene Schuldbriefe, wie dies aus folgender Bemerkung des Grafen auf der Rückseite des Briefes hervorgeht: „Ob es eine richtige Schuld bei der Frau Liduska v. Hradischt zu erfragen damit ich khan von ihr bezahlt werden, wie auch wegen des Herrn Graf v. Verduco. 64 Ob hier von den jüdischen Fleischhauern des Ghettos oder von denen der Altstadt die Rede ist, wo damals wie wir sehen werden, einige jüdische Fleischhauer wohnten und ihren Beruf ausübten, ist aus dem Akte nicht zu ersehen. 65 Ob Brandeis sich den Wagen von einem jüdischen Wagenmacher des Ghettos - im Ghetto gab es im Jahre 1729 zwei jüdische Wagenmacher (Prokes 1. c. S. 326) - oder von einem christlichen Meister anfertigen ließ, ist aus dem Akte nicht ersichtlich; Brandeis hatte natürlich bloß die Tapezierarbeit auszuführen. 56 Im Jahre 1729 gab es im Prager Ghetto „5 geschworene Procuratoren, deren einer bei den Judenältesten wirkte, während ihnen einer als Actuar diente" (Prokes 1. c. S. 329ff). 57 In dem Briefe vom 20. Oktober 1674 unterschreibt er sich Götzl Mandel Lichtenstadt, während sein Name in dem Briefe vom 20. November 1674 und in der Spezifikation bloß Götzl L. lautet. Mändel ist wahrscheinlich der Name seines Vaters, da die Juden damals bekanntlich, wenn sie keinen Familiennamen führten, ihrem Vornamen den Vornamen ihres Vaters zufügten, was zuweilen auch diejenigen taten, die einen Familiennamen führten. Mendel Lichtenstadt gehörte im Jahre 1655 zu den Ältesten der Prager Juden (Jakobovits 1. c. S. 295, Anm. 24). Er starb im Jahre 1660 (Hock-Kaufmann 1. c. S. 193). 58 Johann Prochazka zuerst Amtschreiber, dann Wirtschaftsverwalter und schließlich Oberhauptmann in Melnfk und Neuhaus war Vertrauensmann des Grafen Humprecht Johann Czernin, der auf seine Ratschläge großes Gewicht legte. Dieselbe Stellung nahm er dann auch bei dem Grafen Herrmann Jacob ein. 69 Der Sinn des Wortes „versichert" in diesem Satze ist mir unverständlich. 60 Es ist nicht ausgeschlossen, daß Adam Götzl Lichtenstadt mit dem obengenannten Götzl Mändel Lichtenstadt identisch ist, da die Juden damals bei der Schreibung ihres Namens ganz willkürlich verfuhren. Jakob Tille unterschreibt 76 68