Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 71)
- Language
- German
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wüdemmben, welches in einer Summa bringt drey Hundert Achtzehn Gulden 20 kr. Versprich solches gelt (Geld) nach der Begrabnuß Zuebezahlen, Zue Urkundt habe ich mein angeborenes Petschaft darauf getruckt und mit eigne handt Unterschrieben . Datum Prag den 29 July 1631. die bemelten Sachen Alle laut d. Register auf lengste in Vier wochen bezahlt werden gewißlich. Anna Zusanna Fraw Slawatin. 80 Der erste der dem Bittgesuche in Abschrift beigelegten sechs Zahlungsaufträge der Landesrichter an die Sequester, welche in deutscher (während die übrigen fünf in cechischer) Sprache geschrieben ist, lautet: An die Herrn Sequestratores des Gutes Stranow. Hochgeborene und Edle Besonders liebe Herrn und Freundt. Wier haben und resciren (?) auch der nach die Peperle Prager Jüdin bestanden lassen*, Waß unß die Herren Ihrer Außforderung halber, dieselbe derzeit auß dem Guett Stranoff abzuestatten nicht möglich seyn berichtet. Was nun hierauff bey Unß Ernannte Jüdin Supplicando angebracht Und gebetten, Vernehmen die Herren ob dem einschlues mit mehren. Wan Wier dan Umb der von Ihr Undt anderer diesfahls interessirten armen Waisen angezogenen bedurfftigkeit willen, Undt dießes ein privüegirtes debitum ist Von rechtes wegen Vor allen anderen Zuebezahlen, hierzu gehrn VerhÖlfen sehen wolten. Alß ist anstadt Undt in Nahmen der Zue Hungarn Undt Böheimb Khönigl. May. Unseres gnedigsten Herrn Unser wieder holten Befehl an sie hiemit, daß sy darob Undt daran sein, damit Supplicirte Jüdin nach solange gehabter gedulde dermahl einsten Contentiret Undt befrüdiget werden möchten, Solches gedacht Zue gehorsambster erstattung höchstbesagter Ihrer Königl. gnedigsten willen Undt meinung. Geben'Prag den 12. Feber 1637. 81 Pänüm Sequestratorüm Statku Noveho Stranowa totiz Vrozen;jfan Pänüm Pänüm Petrowi Swihowskymu Z R^zmberka a Z Swihowa a Bedfichovi Spedlowi Z Janowicz obojim Pänüm (Titul) o Sprawu neprodlenou ProÖ tyto Supplikujici wedle Pro§16ho k nim Poruceni oba Päni Sequestores nepokojf, odeslati. 28. Augusti A. 1637. 82 Dieser letzte Zahlungsauftrag an Michael Slawata lautet: Pänu Michalowj Slawatowj Vrozeny P. P. (Titul). Jaky jesti nam op&t Spis Peprle 2idowka w Pfiöine 427 fl. 33 kr. Penez odni nekdy na pohfeb Vrozeneho Päna P. Jachyma Slawaty bratra waseho wynalozenych a ji k zaplaceni Z Statku Stranowsk^ho, jehoz wy Ponem wzdrzeni a Uziwämi Züstäwäte, Powinn^ch, nemajice jich sobe od was az Posawäd, die nejednoho jmenem a na mist£ J. M. C. Krale a Päna P. näs Wsech nejmilostivejsflio kwäm o to Prosleho Poruceni naseho Zaplacen^ch jmiti Poklädä, ten My wäm Pfilezite Pro wyrozumeni ods^lame. I pon&wadz jiz Zien (zen), na kterauzo wodpowödi wasj jste Vkazowaly pfed rukama jest Protoz jest^ jmenem J. M. C. wäm o tom dostatecne a na konec porauclme, abyste ji wtakow^m dluhu Ihned nälezitö, tak aby ona Zädne slusne Priöiny k dalsimu bud* J. M. C. neb näs tim ZanäSeni nemela, spokojiti a kontentirowati hledSly. Wedoucze. Dän 9. July A. 1638. 83 Peprle scheint erst in diesem Jahre von jemanden, vielleicht sogar von der Witwe des verstorbenen Joachim Slawata selbst, erfahren zu haben, daß Wilhelm Slawata dieses Versprechen gegeben hatte. Sonst wäre es unbegreiflich, weshalb sie erst nach zehn Jahren wegen der Bezahlung der Schuld an Wilhelm Slawata sich gewendet hatte. * Dieser Satz ist mir ganz unverständlich. 74 66