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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 54

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 54)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644317--2022-2646367
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fung von 400 bis 600 fl., damit er den Leuten (den Tuchmachern und Schneidern) bezahlen könne, da er doch Monturen auf Vorrat anfertigen lassen müsse. In einem Briefe an Richtersohn, den Nachfolger Prochazkas, vom 31. Oktober 1702 bietet er für die Kalbfelle acht Groschen per Stück, zu welchem Preise er sie auch im Winter abnehmen werde. Zugleich bemerkt er, daß es ihm „mit der Mondierung guet von Statten gehet". In einem Briefe (ohne Datum) an den Wiener Rentmeister des Grafen Czernin urgiert er die Bezahlung des „Restes" für die gelieferten Seidenschnüre und in einem zweiten Briefe dankt er ihm für die Bezahlung. In einem weiteren undatierten Briefe an den Nachfolger Prochazkas schreibt er: er habe vernommen, daß der Hauptmann Dauda aus Kost nach Melnik versetzt werden wird; erbitte, daß diesem der Befehl erteilt werde, ihm den für die Herrschaft Kost angewiesenen Betrag (wahrscheinlich für gelieferte Monturen) zu bezahlen. Er fahre künftigen Montag nach Breslau, sollte „Euer gestreng" etwas brauchen, so werde sein Weib ihn schon bedienen. 34. Israel Karpeles an Herrmann Jakob Grafen Czernin (1702) In einem Gesuche vom 3. Oktober 1702 erinnert er den Grafen daran, daß, nachdem sein Vater Löbl Karpeles vor seiner Abreise nach Jerusalem seine Fürbitte (Implorierung) für ihn beim Grafen eingelegt hatte, der Graf ihm „bishero gnädig gewest", wie er ihm denn auch im vorigen Jahre einen Auftrag zur Anschaffung und Lieferung einiger Monturen erteilt hatte, die er auch angeschafft hätte, wenn nicht „Löbl Jeittels sonst Anron genannt" ihn daran gehindert hätte, „wie bereits alles umbständiglich in seinen vorhin eingewendeten (überreichten) Schriften enthalten". Nur sechs Monturen habe er anschaffen können, doch nachdem er „die ersten 2 abgetragen (abgeliefert), hat er mir die übrigen 4 auch entzohen, um mich zu verhintern (verhindern) und in einem Discredito bey Euer Excell. zu bringen können", so daß ihm nur die zwei Monturen bezahlt wurden, während die übrigen vier in des Grafen Haus unbezahlt liegen geblieben seien. „Weilen in Kürze die Landes Recruten zu verschaffen sein werden" so bitte er, der Graf möge ihm „um AVillen meines nunmehr Entlebten Vaters Lebel Karpel die Monturen dero Recruten in Gnaden Zukommen lassen, auch gnädigst zu befehlen, daß mir die rückständigen Monduren in Natura zurückgegeben werden sollen, mit Unterthänigster Versicherung, daß weilen ich die fyloure (?) Tücher von der ersten Hand überkomme, als auch in billigeren Preiß alß ein anderer solche erlassen kann". 49 57

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