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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 52

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 52)
Language
German
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zu verstoßen". Auch bitte er um Resolution wegen der Montierung, die er zu 22 fl., mit zwei Paar Schuhen und Leinwandstrümpfen zu 26 fl. per Stück liefern werde, was kein anderer unter 28 bis 30 fl. tun könne. Am 4. Jänner 1696 bestätigte er dem Oberhauptmann dankend den Empfang seines Schreibens mit der Resolution betreffend die Wolle. Sein Prinzipal werde nach dem Markte mit dem Hausjuden des Bunzlauer kaiserlichen Richters nach Neuhaus kommen, um den Kauf kontrakt abzuschließen. Er bitte nochmals „die Wolle lieber ihme als einem anderen Zu gunnen6 *. Was die Montierung betrifft, so mache er schon die zwanzigste fertig, „damit die Leuthe Von Hals sollen kohmenn". Er werde nächsten Montag zwölf Monturen nach Melnik schicken, doch könne er jetzt nicht mehr zum Preise von 22 fl. per Stück liefern, da eine Elle Tuch nicht, wie er (Prochazka) schreibe, 48 kr., sondern 1 fl. 15 kr. kostet und zu einer Montur mit „überschlagenen Sortut (Surtout, Überrock) elf Ellen erforderlich sind. Diese kosten ihn selbst 23 fl. Er bitte um die Überweisung von 500 fl. Trotzdem erfuhr er vom Hans Heinrich, daß ihm Prochazka für die gelieferten Monturen nicht mehr als 22 fl. per Stück zu bezahlen gesonnen sei, wogegen er sich in einem Brief vom 4. Feber verwahrt, indem er schreibt: Er glaube nicht, daß ihm ein Abzug von dem vereinbarten Preise gemacht werden wird. Hans Heinrich habe ihn „mit ein höchst bedrohung" zur weiteren Monturlieferung gezwungen mit der Versicherung, daß man ihm den Preis bezahlen werde, wie er jetzt allgemein bezahlt wird. Trotzdem habe er in seinem „Expensi-Schreiben" (Rechnung) den Preis auf 23 fl. ermäßigt. Er könne durch die Kontrakte beweisen, daß ihm „Graf Wuhrmb der Presindet der Cammer und Graf v. Weißen Wolf" 24 fl. bezahlen, und da müßte ihm Prochazka eigentlich 30 fl. bezahlen, da ihn die Studenten, die „einer nach dem anderen zur Bekleidung komme" bei der Auswahl der Monturen ganze Tage aufhalten, während „der Unterthan nehmen muß, was man ihm gibt und alle auf einmal gebracht werden". Gott weiß, daß er bei der Teuerimg „nicht 30 kr. bey eine Mahn (Mann) verdient". Er bitte daher, ihm keinen Abzug zu machen, da er der Obrigkeit zum Nutzen arbeite. Haben ja die Statthalter und sechs Schneider, „welche in dießem unß Kein gutes gunnen" bekannt, daß keine bessere Montierung geliefert werden könne. In einem Briefe am 19. Jänner hatte nämlich Jeüttel dem Prochazka mitgeteilt, daß ihm der Kommissar Degrosi, der bei der Bekleidung der Mannschaft die Monturen zu prüfen hatte, Schwierigkeiten bereiten wollte, indem er deren Qualität beanstandete. Jeüttel ließ jedoch die Monturen von einer Kommission, bestehend „aus Statthaltern und 6 geschwohrenen ältisten Schneider" überprüfen, welche dieselben „als gantz gut und tauglich" erklärten, so daß „der Commissario die Leute 47 55

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