Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 51)
- Language
- German
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er dem Grafen Czernin die Monturen zum Preise von 22 fl. per Stück liefere, während ihm andere Herren 23 bis 24 fl. bezahlen, liefere er dem ersteren bessere Ware als allen anderen. Hans Heinrich könne bestätigen, daß die nach Neuhaus gelieferten Monturen ihn um 1 fl. 15 kr. mehr kosten als die an andere Herren gelieferten. Dazu kommen die blauen Aufschläge und großen Messingknöpfe, die per Dutzend 12 kr. kosten. Am vierzehnten wurden ihm drei Soldaten zur Bekleidung „vorgestellt, 2 auf Neuhaus und 1 auf Melnik". Ferner habe er drei Monturen nach Cosmanos und zwei nach Kost geschickt. Er habe bereits 700 fl. zu fordern, doch verlange er nur 500 bis 600 fl., er werde auch weniger nehmen, doch müsse er Geld haben, sonst „bleibe ich stecken". Am 24. März bedankt er sich bei Prochazka für die überwiesenen 500 fl. und bittet um die Mitteilung, wieviel Soldaten „sie bereits vorgestellt (ausgehoben) haben und wieviel sie noch von nöthen haben werden und auf welchen Herrschaften". Zum Schlüsse schreibt er: „Ich schicke Ihro gestreng Zwey Pohr (paar) seyden Strimpfe" (wahrscheinlich als Geschenk). Jeüttel handelte in Gemeinschaft mit seinem Jungbunzlauer Schwager Eidbogen auch mit Schafwolle. Am 9. November 1695 schreibt er dem Oberhauptmann nach Neuhaus: Sein Bunzlauer Schwager schreibt ihm, daß er (Prochazka) die herrschaftliche Wolle „dem Leipener Juden" a 52 fl. per Zentner verkauft habe. Da er jedoch vor einem Jahr seinem Schwager versprochen habe, einen Teil der Wolle ihm zu überlassen, so bitte er, die Wolle nicht ganz dem Leipener Juden, sondern den dritten Teil derselben seinem Schwager zum gleichen Preise zu geben; dadurch werde die Lieferung der Monturen rascher vonstatten gehen, da er die seinem Schwager gelieferte Wolle bei den Tuchmachern gegen Tuche werde eintauschen können. Am 23. Dezember schreibt er wieder: Von seinem Bunzlauer Schwager habe er erfahren, daß die Reichenberger Tuchmacher für die Wolle der fünf Herrschaften Kost, Kosmanos, Vinof, Kostenblat (Kostomlaty) und Schmiedeberg 58 fl. für den Zentner angeboten haben, daß jedoch der Bunzlauer kaiserliche Richter sich an ihn (Prochazka) mit dem Ansuchen gewendet habe, diese Wolle seinem Hausjuden zum selben Preise zu geben. Er bitte daher „weillen ich mit d. kaisei Richter Judten als Einß (als Gesellschafter) bin und dadurch die dicher (Tücher) zur Mondierung bekommen solle, als bitte solche mir zu lassen, Vor einem anderen". In einem weiteren Briefe vom 27. Dezember erinnert er Prochazka an sein Schreiben vom 23. Dezember wegen der Wolle von den fünf Herrschaften und bemerkt, daß er dadurch, daß er keine Antwort erhalten hat, „mit den Tüchern für die Mondierung aufgehalten wird". Er bietet für die Wolle 60 fl. per Zentner und schließt mit den Worten: „biet (bitte) noch mohlen (noch einmal) mich dvon nicht 54 46