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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 42

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644317--2010-2646355
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deren Modelle ihm wahrscheinlich auf seinen Reisen von einem Schwindler für teueres Geld verkauft worden waren, geglaubt hat. Und so ist ihm wohl auch im hohen Alter eine Enttäuschung mit seinen immer wieder auftauchenden Projekten nicht erspart geblieben. 23. Löbl Schebkes, Gerber Gesuch an Humprecht Johann Grafen Czernin (ohne Datum) In dem Gesuch schreibt Schebkes: obwohl er in Prag „im Hauß angesessen und solvendo" sei, habe er doch in der Stadt nicht die Gelegenheit, sich und seine Familie mit seinem erlernten Gerberhandwerk zu ernähren. Da er „als ehrlicher Leute Kind und von Kindheit auf wohlverhalten" ein Mittel suche, sich mit Weib und Kind „ehrlich Undt richtig zu Erhalten", so habe er sich an des Grafen Hauptmann von Melnik gewendet, der ihn „wohl kennt und es weiß, wie aufrichtig er sein Stück Brodt ehrlich zu verdienen verlange". Er bitte daher, der Graf möge ihm die Erlaubnis zur Niederlassung auf einer seiner Herrschaften gnädigst erteilen und ihm „gegen ein gebührendes Schutzgeld" ein Häuschen geben, worin er „ein Kramel mit allerley sach errichten" möchte. Daß ihm ferner gegen bare Bezahlung „die Fallenden Häuth" (die Häute des gefallenen Viehes, Pferde etc.) in Petersburg (Bez. Podersam) und den „herumliegenden Herrschaften" gegeben, und die Erlaubnis erteilt werde, für sein Haus „nach jüdischen Zeremonien" zu schlachten. In einem zweiten Briefe dankt er dem Grafen für die gnädige Mitteilung, daß der Graf geneigt sei, ihn vorläufig auf ein Jahr in seiner Herrschaft Cosmanos aufzunehmen, doch bitte er um die gnädige Erlaubnis, sich statt in Cosmanos lieber in der zur Herrschaft Petersburg gehörenden Ortschaft Rudig (Vroutek) niederzulassen, wo das für sein Handwerk erforderliche Wasser in wünschenswerter Weise vorhanden sei „und nicht von noth währe das Wasser allwo Erst zu suchen". 24. Israel Barock, Matratzenmacher Gesuch an Humprecht Johann Grafen Czernin (ohne Datum) J. Baroch schreibt in seinem Gesuch: er habe dem gräflichen Stallmeister in Prag vor drei Monaten, als dieser seinen Dienst antrat, auf dessen Bitten eine Matratze, Decken und Polster auf acht Tage kreditiert, die ihm der Stallmeister jedoch bis zum heutigen Tage nicht bezahlt habe. Er habe gehofft, durch gütliche Mahnung zu seinem Gelde zu kommen, 37 45

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