Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
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ich, daß ich ihm diese Schuld längstens im laufenden Halbjahre richtig bezahlen werde, was ich mit meiner eigenen Unterschrift hiemit bestätige. Datum in meinem Hause auf der Prager Kleinseite am 12. August 1650." (Vgl. Beil. VII.) Götzl Lichtenstadt befaßte sich auch mit der Vermittlung des Kaufes von Realitäten. Am 20. Oktober 1674 schreibt er an den gräflichen Wirtschaftsverwalter Johann Prochazka68 nach Melnik: Es sei diesem wohl bekannt, daß er dem Grafen Humprecht Johann Czernin den Kauf „bewußter Güter" vom Grafen Millesimo angetragen habe. Der Graf erklärte damals, daß er sie zu kaufen geneigt wäre, „wenn sie versichert sein sollten".59 Damals habe er nicht gewußt, daß Graf Thun mit dem Verkäufer wegen des Kaufes derselben bereits in Verhandlung stand. Nun habe er in Erfahrung gebracht, daß Graf Thun vom Kaufe zurückgetreten sei, weil Graf Millesimo die Güter nur mit dem Pfibramer Hause verkaufe, während Graf Thun das Haus nicht haben wolle. Da er jedoch wisse, daß Graf Czernin keinen Kreuzer für die Güter geben würde, solange er (Prochazka) nicht erklären werde, daß sie versichert seien und daß er „den Handel so stellen wollte, daß es 8 per Cento tragen würde", so möge er in diesem Sinne dem Grafen „vortragen" und ihm (dem Lichtenstadt) den Entschluß desselben mitteilen; er werde dann „Ihre Exzellenz persönlich aufwarten und andere Anschläge, so ich annach beihändig ehestens bekommen soll, mit hinaus bringen". Am 9. November desselben Jahres schreibt er dem Grafen Humprecht Johann, er habe dessen Antwort dem Grafen Mofin mitgeteilt, daß er die beiden Herrschaften Unter-Lukawitz mit Rentsch und Wopalka (im Klattauer Bezirke) kaufen wolle, daß er jedoch einen Auszug „aus der Landtafel" verlange, um zu sehen, wie sie gekauft worden waren. Dieser „sei damit gar wohl zufrieden" und freue sich, „mit Ihro Excell. gern zu Thun (zu) haben, habe sich auch Reserfiret (reserviert) Ihr Excell. selbst auf zu wartten". Er hoffe, daß die Verhandlung zu des Grafen Nutzen gereichen werde. In demselben Briefe bietet er dem Grafen „ein unbeschnittenes Schmerakh (ungeschliffenen Smaragd?), daß Ihro May. Mattiass auf seinem Huet getragen hat", zum Kaufe an. 17. Adam Götzl Lichtenstadt™ und Baruch Weissl an Humprecht Johann Grafen Czernin (1650) Diese Prager Juden hatten den Kauf des Gutes Schönhof in Nordwestböhmen durch den Grafen Humprecht Johann Czernin vermittelt. Im Jahre 1650 boten sie demselben den Kauf der Herrschaft Jitschin vom Grafen Tiefenbach an, welchen Kauf er unter gewissen Modalitäten 29 87