Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 5 (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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„Zuegab" ein anderer (wahrscheinlich ein älterer) Wagen gegeben und der Kaufschilling bar bezahlt wurde, bis auf 100 fl., die ihm erst bei der Ablieferung des Wagens bar ausgezahlt werden sollten. 15. Jakob Levita Tuschkauer, Prokurator** an Herrmann Jakob Czernin (1650) Tuschkauer beschäftigte sich mit der Vermittlung von Käufen und Verkäufen von Herrschaften und Gütern. Im Jahre 1650 hatte er dem Grafen Herrmann Czernin den Kauf der Herrschaft Haid (in Südböhmen) angeboten, worüber er mit ihm in Budweis und Prag verhandelte. Der Graf beauftragte ihn, sich die „Taxa" (die Beschreibung der zur Herrschaft gehörigen Dörfer, Höfe, Regalien usw. und die Schätzung ihres Wertes) zu verschaffen und ihm einzuhändigen. Am 20. Mai dieses Jahres sandte er dem Grafen durch einen Boten, den sein Sohn mit einem Briefe geschäftlichen Inhaltes abfertigte, einen Brief mit der Mitteilung, daß er die Taxa bereits in Händen habe; der Graf möge ihm durch denselben Boten „eine gnädigst gründliche Anthwort" zukommen lassen, ob er seinen Sohn mit derselben hinausschicken solle, damit der Graf, der jetzt gerade in der Nähe der Herrschaft Haid weilte, diese besichtige, oder ob er die Taxa aufbewahren solle, bis der Graf wieder nach Prag komme. 16. Götzt Mandl Lichtenstadt67 Spezifikation der ihm vom Grafen Herrmann Czernin zurückgezahlten Beträge (1650) und zwei Briefe an Humprecht Johann Grafen Czernin Graf Herrmann Czernin schuldete dem Götzl Lichtenstadt 20.000 fl. rhein. Am 13. Juli 1650 folgte ihm der Prager gräfliche Kassier im Auftrage des Grafen eine Spezifikation der ihm zurückgezahlten Beträge und des noch restierenden Schuldbetrages aus. Darnach hatte Lichtenstadt bereits in barem den Betrag von 14.500 fl. rhein. und in gelieferter Wolle 4496 fl. 57 kr. erhalten. Es blieb noch ein Restbetrag von 1003 fl. 3 kr. Mit den von Lichtenstadt gelieferten Waren (Pay, runde Schnüre und Knöpfe) betrug der Schuldrest 1045 fl. 11 kr. Als Nachschrift schreibt der Graf eigenhändig in cechischer Sprache: „Sowie ich dem Prager Juden Götzl Lichtenstadt laut der ihm ausgefolgten Spezifikation 1045 fl. und 11 kr. noch schuldig bleibe, verspreche 36 28