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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 25

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644317--1993-2646338
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zu bezahlen, diese bereits an einen anderen verkauft gehabt habe, mögen die Statthalter den Schluß ziehen, daß er sie eher teuerer als billiger verkauft haben müsse. Der Freiherr sei nicht so dumm, daß er sich so sehr damit beeilt hätte, die Butter billiger zu verkaufen und dadurch sich selbst einen Schaden zuzufügen, als vielmehr um daraus einen Gewinn zu erzielen. Nicht der Freiherr, sondern er habe an dem Geschäft Schaden erlitten, da durch die Zurücknahme der alten Tücher, die keine 10 kr. wert waren, die Käselaibe zerbröckelt wurden, wodurch ihm ein Schaden von zehn Talern verursacht wurde. Da er wegen der Drohungen des Freiherrn dessen Haus nicht betreten darf, und der Freiherr sich anschickt, Prag zu verlassen, richte er an die Statthalter die untertänigste Bitte, sie mögen die Anordnung treffen, daß der Freiherr, bevor er aus Prag abreise, die fünf Taler und den silbernen Gürtel entweder bei den Statthaltern in der Kanzlei erlegen oder seinem Pförtner (Tyrhütterovi) übergeben solle, damit sie ihm ausgefolgt werden können. Am 24. Oktober wurde dem Freiherrn diese Eingabe Czernys mit folgendem Urteil als Nachschrift zugeschickt: „Dem Herrn Johann Czernin abzusenden, mit der Anordnung, daß er dem Juden in der Streitsache, die sie mit einander haben, befriedigen und es nicht zulassen soll, daß die Statthalter sich mit dieser Sache noch weiter befassen müssen."43 (Es ist bemerkenswert, daß die Richter ihre Entscheidung zu Gunsten des Juden gegen den Freiherrn fällten, der ihnen als händelsüchtig wohl bekannt war.) 5. Jakob Baruch Tille (Tilles) a) an den Freiherrn Johann den Älteren Czernin (1636) Jakob Tille, der Hausjude des Freiherrn, schreibt diesem am 7. Jänner 1636: Als er gestern aus Radenin, dem Wohnsitze des Freiherrn nach Prag kam, ging er gleich zu dem Kaufmann, dem er die dreißig Zentner Käse zum Kaufe anbot; dieser möchte den gesamten Vorrat des Freiherrn, und zwar fünfzig Zentner Käse und hundert Zentner Butter, abnehmen. Der Freiherr möge ihm den Preis mitteilen, doch müsse er einen billigen Preis machen, um dem Kaufmann den Kauf zu erleichtern, da ihm von vielen Herrschaften Käse und Butter angeboten wird, er werde dann mit ihm nach Radenin hinauskommen. Auch bitte er, der Freiherr möge ihm wegen des Juden mit dem Silber schreiben. Er habe bereits ein Pfund Silber und Gold „mit der wag P. 24 Fl." gekauft und hinausgeschickt. Auch habe er für die Freifrau Susanna Seiden- und Harrasfransen geschickt und hoffe, daß sie damit zufrieden sein werde. Er lege die Rechnung für die Fransen und die sonstigen für den Herrn gesandten 28 20

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