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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1933-01-01 · 5 (1933) · page 23

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
5 (1933)
Date
1933-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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IRI
…/2644300-2644317--1991-2646336
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Erforderliche vereinbart habe, wie es ihm Herr Hrzän selbst sicherlich schon berichtet haben werde. Graf Slawata lieferte ihm Schwefel,37 womit er handelte. In demselben Briefe bittet er, der Graf möge verordnen, daß ihm wenigstens ein Wagen Schwefel „mit ehester Gelegenheit66 nach Prag geschickt werden möchte, wenn eine größere Lieferung nicht möglich ist, welche Ware „dankbarlich bezahlt werden solle", damit er „auß der Handlung mit dem Schwefel nit gantz kommen und seine Kaufleuthe nicht Verschlagen möchte". Als Postskriptum bemerkt er: „Bezl. der Musketen und Pistolen ist hier nichts mit zu handeln, weill sie hier wohlfeiller zu bekommen sindt." 4. Abraham Czerny an die Statthalter und Landesrichter des Königreiches Böhmen. Beschwerden gegen den Freiherrn Johann den Älteren Czernin (1631) Der Prager Jude Abraham Czerny kaufte am 7. Oktober 1631 vom Freiherrn Johann dem Älteren Czernin v. Chudenitz 4 Schock Käselaibe a 4 Schock meiß. per Zentner und 12 Tonnen (Fässer) Butter ä 18 Schock meiß. per Tonne. Den Käse, welcher ihm in ganzen und unbeschädigten Laiben38 aus der Herrschaft Radenin nach Prag gebracht werden sollte, war er verpflichtet gleich zu übernehmen und zu bezahlen, die Butter sollte jedoch, falls er nicht genug Geld haben sollte, vereinbarungsgemäß imCzerninschen Hause in der Prager Neustadt liegen bleiben, bis er sich das nötige Geld verschafft haben werde. Diese Bedingungen wurden in einem vom Freiherrn in cechischer Sprache eigenhändig geschriebenen Vertrag festgesetzt.39 Als Angabe sollte Czerny dreißig Reichstaler geben. Da er jedoch momentan nicht genug Geld hatte, gab er bloß fünf Taler und einen silbernen Gürtel im Gewichte von über vierzig Lot (nekolik a etyr icet Lotüv). Am 14. Oktober wurden der Käse und die Butter nach Prag gebracht. Bei der Übernahme des Käses stellte es sich heraus, daß in einem Fasse im Gewichte von fünf Zentnern eine größere Zahl Laibe sich befand, von denen viele gesprungen und daher in alten Tüchern eingebunden waren. Nach dem Abwiegen befahl der Freiherr seinen Leuten, die Tücher zusammenzunehmen, so daß die gesprungenen Laibe beim Herausnehmen aus den Tüchern zerbröckelten, wodurch dem Czerny ein großer Schaden zugefügt wurde. Die Butter ließ er bis zum nächsten Tage im Czerninschen Hause liegen, an welchem Tage er daselbst erschien, um vorläufig sechs Tonnen gegen bare Bezahlung zu übernehmen und um die Erlaubnis zii 26 18

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