Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 473)
- Language
- German
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klare Erkenntnis gesprochen, die gegründet ist auf Fundamenten von lauterem Golde, daher mit m. k. komplet verstanden bin, daß wenn man an wirklichem Effekt und guten Success ein Zweifel haben möchte, es besser wäre nichts zu unternehmen. Den großen Herrn, den Statthalter, s. E. w. e., mit einem Promemoria abgehen zu lassen, zu inkommodiren, wäre nicht in Ordnung. Aber gar nichts zu tun ist unmöglich, wäre also sehr gut und nötig, möglichst viele Freunde von den Herren Staaten und ersten Räten des erwähnten Prinzen, s. E. w. e., zu dem Herrn Grafen Harrach165 Exc. (zu senden), daß sie diesem Herrn Gesandten beibringen täten, wie es ihnen sehr wunderlich und befremd fallen tät, daß dem sichern Vernehmen nach auf so viele Vorwortschreiben, die Königin, i. E. w. e., nicht reflektirt hat und wie es wohl möglich sein könnte, daß eine solche von allen Qualitäten, in specie voller Gnade besessener Mona<rohin der Nachwelt in ihre Historie eine so erschreck- und erstaunliche Beschreibung überlassen möge, wenn der Herr Statthalter, s. E. w. e., gegen die erwähnten Gesandten höchstselbst mit solchen Worten herausrücken täte und konsequenter der Gesandte an denen Ministers in Wien es schriebe, daß man in der Welt dieses Verfahren admiriren, nicht gut heißen und hart davon reden täte, würde es nach meiner Ansicht gar nützlich und guten Effekt seien. Doch sieh, bei ihm ist ja die Weisheit und das Wissen und er weiß seine Worte nach Recht zu setzen, also es seiner gut befindenden Direktion überlasse und was eigentlich diesfalls geschieht, mir beliebig zu kommunizieren ersuche, und damit setze ich meinen Worten ein Ende, möge ihm beschieden sein, Fülle von Freude und Jubel in großem Maße. 78 (Regensburg, 1747, Dez. 18.) Und während ich mit ihm rede in dieser Angelegenheit, kann ich mich nicht zurückhalten für unser Volk zu sprechen, die Leute der heiligen Gemeinde Prag, in welchem elenden Zustande sie verfolgt werden, ohne daß Gewalttat in ihren Händen. Es ist bekannt, daß der Stamm des durchläuchtigsten Hauses Österreich stets gnadenreich ist. Man hat auch von der zartesten Geburt an unsere Herrin, die Kaiserin, i. E. w. e., voll Gnade gefunden, alle angesehenen Beamten, die obenan sitzen, besonders diejenigen, die in Angelegenheit des Gouverno in den Provinzen zu sagen haben, sind alle gnädig und rechtlich, welche ihre Berichte zugunsten der Kinder unseres Volkes vielfältig abzugeben, und wirklich selbst mittels eigens abgeschickter Deputation von angesehenen und hochachteten Fürsten sollizitirt, im Ansehen des Wohles des Landes und des Kommercium, die Juden in ihren Stand zu lassen, 462 110