Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 467)
- Language
- German
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Avantage zu beherzigen. Schließlich zu allen ihm genehmen Diensten beharre dies die Worte des geringen Tobias Boas. Herrn Herrn Wolff Wertheimber München. 507. Cholhamoed Sukos. R. Tobia Boas im Haag. 9. Cheschwan habe ihm geantwortet wegen der Sache der Allgemeinheit laut inliegendem. 73 (München, 1746, Oktober, 23.) G. s. G. Sonntag den 9. Cheschwan 507 in München. K. Tobias im Haag. Friede meinem geliebten Freunde und Mechutan, dem gelehrten Haupte und Vornehmen, dem Vorsteher und Führer, dem Fürsprech, dem scharfsinnigen und vielwissenden gottesfürehtigen R. Tobia, d. G. 1. Mit Ihrer geschätzten Antwort vom verflossenen Cholhamoed Sukos wurde ich geehrt und habe gesehen, daß die bayrischen Truppen insgesamt bereits einen Sollicitär haben und besonders solches als einer Zunft, dort an keinen Juden admitirt werden; jedenfalls habe ich das Meinige getan, sie zum Guten in Erinnerung zu bringen. Und während ich mit ihm spreche, zwingen mich meine Gedanken, Folgendes m. k. t. vorzustellen, nämlich gewiß wird ihm nicht unbekannt, daß nicht allein die heilige Gemeinde Prag zerstört und nicht einmal ein Jude, u. u. v. S. w., drinnen ist, sondern, daß auch das Verhängnis ausgegangen von der Königin von Ungarn, i. E. w. e., daß die Vertreibung aus der Provinz in Böhmen und Mähren vor sich gehen und binnen 6 Jahren successive komplet vollzogen werden, und jedes Jahr der sechste Teil die Provinzen räumen soll. Und nun die hervorragenden Einzelpersonen in Wien und den erwähnten Provinzen, über welche die Austreibung verhängt wird, können sich nicht helfen, „der Gefesselte kann sich nicht selbst aus dem Gefängnisse befreien", sie werden nicht gehört, und nicht einmal irgend ein-e Fürstlichkeit untersteht sich von dieser Sache der Königin, i. E. w. e., zu reden. Jedoch es ist eine große Frage, ob unsere Brüder in der Diaspora, die außerhalb der Länder der Königin, i. E. w. e., sind, ihrer Pflicht gegen Gott und Menschen gerecht werden, dieses also mit gleichgiltigen Augen anzusehen und zu schweigen, wenn sie über uns pflügen, gesehen habe ich das Unglück in den Drangsalen der Tochter meines Volkes durch Grausame. Meiner Ansicht obliegt es den hervorragenden Einzelpersonen und den aschkeinasischen und sefardiscben Gemeinden in Holland und England sich in die Bresche zu stellen, und zu bewirken, daß sowohl der König 456 104