Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 463)
- Language
- German
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ich lavire Gottlob in diesem Kanal weiter, soweit meine Macht reicht. Gott lasse meinen Weg gelingen zum Besten der Gesammtheit; zur Zeit kann ich aber von keiner Wirklichkeit melden, dahero beliebe mein Herr Vater und Lehrer, e. L, mir nicht übel zu deuten, daß mein Vorhaben, in welchem begriffen bin, nicht expliziere, ich hoffe auf die Hilfe Gottes. Begleite Abschrift des Briefes, was der große Hear7 der Papst aus Rom an unsere Herrin, die Königin, i. E. w. e., unter anderen wegen der Juden gemeldet, dies ist sein Wortlaut:152 „und obwohlen nieht unseres seye deren Juden Geschafften anzuhangen „nichts destoweniger doch aus Lieb des Negsten recomendiren wir }rEwre Mayestät dieselbige, daß sie nicht mit so schnellen gemüth „verstoßen werden. 69 (Wien, 1745, April, 4.) Fernere Relation vom heiligen Sabbat, dem 2. Nissan 505. In Angelegenheit der Allgemeinheit konfirmiere mein Voriges und hoffe in meinem Vorhaben zum Besten unserer Brüder der Kinder Israel m. G. H. zu reussiren. Weil ich aber bisher nur mündliche Proben habe von meinem Manne und ohne mit schriftlichen berichten zu können, es meinem Herrn und Vater e. 1. nicht vollkommen konsolieren kann, also will heute mit der Beschaff enheit meiner gemachten Passus noch zurückhalten, so viel aber kann ich versichern, daß vermög die mündlich erhaltenen Promessen es mit G. H., g, s. E., gut steht. Ich hoffe bald schriftlich dessen Versicherung zu erhalten. Sodann werde nicht ermangeln, s. G. w., (wann solches noch vor Mittwoch, der zu Gutem für uns komme, m. G. H. geschieht) zur Freude eine Expreßstafette mit der guten Botschaft zu schicken. Sollte es sich aber bis Mittwoch wider Hoffen träniren, wird durch Post das Nötige folgen. Ich hoffe auf die Hilfe Gottes. Von Prag sind bereits alle Juden ausgezogen »mit Ausnahme von R. Abraham Duschenes und noch Einem vom Gemeindevorstand, d. G. I. Übrige Partikularien, so dabei passirt, sind solche hier noch nicht eklat. Wegen des Drängens der Poet heute nichts mehr. 70 G. s. G. Wien, Mittwoch, den 5. Nissan 505. (Wien, 1745, April, 5.) Friede und alles Gute meinem geliebten Herrn Vater, dem gelehrten, erhabenen, angesehenen und berühmten R. Wolff Wertheim, d. G. 1. .............153 In Sachen der Gemeinschaft habe mir so viel und mehr als auf mich kommt, denn ich bin ja noch jung, angelegen sein lassen, haben doch schon die Weisen das Gleichnis geprägt, daß man zu einem großen Baue auch kleine Steine gebrauchen kann, so habe ich solchen Weg gefunden, daß durch ein gemeinen Grund, der doch mit bei höheren Ort habenden guten Gehör eine Hilfe mit dem Beistand Gottes, g. s. E., kann geschickt werden. Die Angesehenen hier insgesamt haben gar wenig oder nichts davon gehalten, derowegen hat der Gaon, der Landrabbiner, betreffs des Landes Mähren nicht damit wollen zu tun haben. Vom Lande Böhmen ist kein Abgesandter zur Zeit hier, mithin ist eis allein auf die Abgesandten aus Prag angekommen, die die Sache begriffen und für praktikabel gehalten und zwar für »sich allein zu urgiren, wir haben also unter uns allein überlegt, daß es für die Länder nicht schädlich, ja sogar zum großen Vorteil sein 452 100