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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1932-01-01 · 4 (1932) · page 459

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
4 (1932)
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 459)
Language
German
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IRI
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fast ganz der Sprache beraubt, unsere Seele wurde klein ob des Mühsais unserer Brüder, denn wie könnten wir zusehen, wenn unsere Heimat zugrundegeht, und wessen Herz wird nicht krank und sein Geist in ihm gebrochen, wenn er sieht, welche Mühen aufgewendet wurden und all die Fürbitten, die von Königen, Fürsten, Herzogen vieler Länder geschrieben wurden. U. u. v. S. w. haben wir uns bis jetzt vergebens bemüht, nach dem, was wir gehört. Doch die Barmherzigkeit Gottes ist groß, und noch ist unsere Hoffnung nicht geschwunden, besonders, da man ihnen die Frist um einen Monat erstreckt hat und zum Teil Heilung gekommen ist und ein wenig Erleichterung durch die kurze Erstreckung eingetreten ist; und es scheint, daß diese Sache ein Zeichen ist. Möge Gott ferner herabblicken und schauen vom Himmel und möge zum Guten nachrücklich vor ihm aufsteigen die Erinnerung an sein Volk und gestärkt werden alle Knie, „dahin gehe die Vertreibung,"148 und es .erstehe keinerlei Not mehr. Wir hier haben in unserem Lager bereits getan, was unsere Pflicht ist und haben nochmals eine zweite Fürsprache gesendet, eine große Fürbitte von den Fürsten unseres Landes, den Generalstaaten von Holland, i. E. w. e., an ihren Gesandten dort, sie giengen noch über die erste hinaus, und von diesen letzten Worten heißt es, daß sie gut sind, auch der große Fürst, der Gesandte Englands im Haag, bekräftigte diesen zweiten Brief mit einer wertvollen Empfehlung unter vielen Zusätzen an den Gesandten Englands in Euerem Lager. Sicherlich sind jetzt schon die Briefe in Euere Hand gelangt; auf seine große Gnade vertrauen wir, daß diese Worte Früchte tragen und alle Verhängnisse zu nichte werden und sich zum Guten wende das Herz der Königin, i. E. w. e., und ihrer Fürsten, daß sie sich nicht zurückhalten vom Erbarmen. Damit sind unsere Worte zu Ende. Dies die Worte der unter Tränen Schreibenden ob der Größe ihres Leids, die treu sind in ihrer Freundschaft, ihr Heil und Bestes anstreben, die Vorsteher und Führer der heiligen Gemeinde der Aschkenasim in Amsterdam, G. e. s., im Einverständnis mit dem ehrwürdigen Rabbiner, dem bekannten Gaon, s. L. 1. Der geringe Josele, Sohn des R. Elkana, s. g. L, d. A. d. G. z. S. Nathan, Sohn d. R. Kosmas, s. g. 1., d. A. d. G. z. S. Moses, Sohn meines Herrn Vaters Nathan Scheier. Süßkind, Sohn des R. Joslin Emden. Gerson, Sohn des R. Leser Binga. Der geringe Gumpel Kleve. Nach der heiligen Gemeinde Wien. Zur Händen der berühmten Vorsteher, die den Weg der Vollkommenen wandeln, sie sind überaus weise, gottesfürchtig und klug, die Führer dieser heiligen Gemeinde, G. e. s. 448 96

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