Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Journal
- Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
- Volume
- 4 (1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 455)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2644300-2644307--1914-2646258- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
man wollt, um nur hakozin aus seinen Irrtümern zu führen, so möchte mein Herr, der Kozin, sehen, daß die Wahrheit mit mir ist. Man hat unüberlegt eine Freude mit der Prolongation auf einen Monat, doch geh, schau nach und du wirst finden, wie ohne Gnade und Güte es angegeben ist. Ich wünschte meines Orts, daß sie in Frieden schon draußen wären. Mein Herr, hakozin, e. L, lamentirt eben wegen des Wohles der Söhn« unseres Volkes, die Vertreibung aufzuheben. Mein geliebter Herr, hakozin, e. 1., sehe doch, was vor uns ist, daß der Krieg in Böhmen und vielleicht auch in Mähren wieder leider angeht, den Schutz und Gnade sieht man leider vor sich, die bösen Gerüchte über die Söhne unseres Volkes sind unter alle Dörfer augebreitet, wie wird es gehen, mir schwindelt, wenn ich daran denke, nehme man, wie es in Prag gangen ist, bevor Preußen eingezogen sind und während der Kapitulation hat man geplündert und gemordet. Wie die Preußen heraus sind, ist es leider noch härter zugegangen, alldamal hat man noch nicht gewußt, in was für einer Lage wir sind. Kurz, es ist nebich „eine Zeit der Not für Jakob" und wollte wünschen, wann es zu einem heftigen Kampfe kommen möchte, daß die Söhne unseres Volkes noch im Frieden heraus wären. Dieses liegt mir schon mehr an, als die Vertreibung zu richten, welches nun u. u. v. S. w. nicht mit menschlicher Hilfe zu redressiren ist; bei Gott allein ist die Hilfe. Dies die Worte dessen, der teilnimmt an den Leiden der Gesammtheit und des Einzelnen. Der geringe Mose Löbl. 58 (Wien, 1745, März, 3.) Fernere Relation vom Vortage des Neumondes Weadar 505. Wegen Prag. Die Kinder sind schon weg und obschon ad ultimo Martii Dilation erhalten haben, sind die mehrsten bis auf ca. 300 bereits ausgezogen, von ihnen einige abretura in ein anderes Land und manche von ihnen nur interim in die Provinz gegangen. Es ist leider auf alle Vorschreiben nichts expektorirt worden, wie sogar jüngst vom Herrn Papst144 selbst, s. E. w. e., eines gekommen, aber alles ohne regard zu spüren. Und ist jedem von den Höfen, die ihre Interzession überreicht und Antwort sollizitirt haben, soviel zur Antwort gegeben worden, man wird möglichst bald ihre Schreiben beantworten, die übrige zugefallene und bedauernswerte Begebenheit bei dem Präger Auszug werden hier different gesprochen, sicher aber wird mein Herr Vater und Lehrer solche dort realiter bekommen, besonders da, wie man hört einige Präger sich nach Pfersee solten begeben haben, an ihrer Spitze der angesehene R. Feiwel Jeruschalmi, der Verschwägerte des R. Löb Ulm. 59 Sabbatausgang, am nächsten Tage, dem 3. d. o. (Wien, 1745, März 3.) Nach dem Briefe meines Herrn Vaters und Lehrers, e. 1., soll nach Dresden Nachricht eingelaufen sein, daß das Verhängnis aufgehoben worden sei. Es ist aber leider, wie er Selbsten präsumirt, nicht also, hingegen sind die meistens bereits ausgeruckt. Und was sich sonsten 444 92